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Foto: AFP

Dritter Versuch: Ukrainischer Ex-Präsident Poroschenko darf ausreisen

14:26
30.05.2022
Im dritten Anlauf ist es dem ukrainischen Ex-Präsidenten Petro Poroschenko gelungen, sein Land zu verlassen. Der Oppositionsführer sei nach Polen ausgereist, meldete die Nachrichtenagentur Ukrinform am Montag unter Bezug auf Poroschenkos Partei Europäische Solidarität. In einem auf Facebook veröffentlichten Brief an Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte Poroschenko dazu, er wolle in Rotterdam an einem Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) teilnehmen.

Am Freitag hatte der 56-Jährige zum ersten Mal vergeblich versucht, die Grenze nach Polen zu überqueren. Den Angaben zufolge wollte Poroschenko zu einem Vortrag vor der Parlamentarischen Versammlung der Nato reisen. Trotz einer Ausreisegenehmigung ließen ihn die ukrainischen Grenzschützer jedoch nicht passieren - nach Angaben der Behörde gab es Probleme beim Scannen des QR-Codes. Auch am Folgetag wurde Poroschenko vom Grenzschutz abgewiesen. Erneut gab es Probleme mit seinen Dokumenten.

Liz Mikos

Getreide aus südukrainischem Cherson nach Russland verfrachtet

12:43
30.05.2022
Russland, das seit Wochen ukrainische Agrarexporte übers Meer blockiert, hat nun aus dem besetzten Schwarzmeergebiet Cherson Getreide ins eigene Land importiert. Der Export der letztjährigen Ernte nach Russland habe begonnen, sagte der Vizechef der prorussischen Militärverwaltung von Cherson, Kirill Stremoussow, am Montag der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.

Laut Stremoussow geht es darum, Platz in den Speichern für die neue Ernte zu schaffen. Daher sei ein Teil der Getreidevorräte nach Russland verkauft worden. Er machte keine Angaben darüber, zu welchen Bedingungen die Bauern ihre Ernte nach Russland abgegeben haben.

Kiew warf Moskau am Montag erneut vor, Getreidevorräte aus den besetzten Gebieten zu stehlen. Fast 500.000 Tonnen Getreide hätten russische Truppen illegal aus Charkiw, Cherson, Saporischschja, Luhansk und Donezk exportiert, wie der stellvertretende ukrainische Agrarminister, Taras Vysotskyi, am Montag sagte. Speziell über den von russischen Truppen eroberten Hafen Mariupol sollen größere Mengen verschifft worden sein, hatte es zuletzt geheißen.

Liz Mikos