Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine sind im Nachbarland Ungarn 1.600 Flüchtlinge eingetroffen. Dies sagte der Bürgermeister der ungarischen Grenzstadt Zahony, Laszlo Helmeczi, am Freitag der staatlichen Nachrichtenagentur MTI. Den Großteil der Menschen holten in Ungarn lebende Verwandte und Freunde an den Grenzübergängen ab, um sie ins Landesinnere zu bringen, fügte er hinzu. Die Stadtverwaltung musste Unterkünfte für lediglich 80 Menschen bereitstellen.
Ungarische Medien berichteten am Freitag, dass über die fünf Grenzübergänge zur Ukraine hauptsächlich Angehörige der ungarischen Minderheit kamen, die in der westukrainischen Region Transkarpatien leben. Viele von ihnen haben Angehörige, die in Ungarn arbeiten oder sich dort dauerhaft niedergelassen haben. Die Grenze zwischen Ungarn und der Ukraine ist etwa 140 Kilometer lang.