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20220414092639

Bisher 1.600 Flüchtlinge aus der Ukraine in Ungarn eingetroffen

20:02
25.02.2022
Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine sind im Nachbarland Ungarn 1.600 Flüchtlinge eingetroffen. Dies sagte der Bürgermeister der ungarischen Grenzstadt Zahony, Laszlo Helmeczi, am Freitag der staatlichen Nachrichtenagentur MTI. Den Großteil der Menschen holten in Ungarn lebende Verwandte und Freunde an den Grenzübergängen ab, um sie ins Landesinnere zu bringen, fügte er hinzu. Die Stadtverwaltung musste Unterkünfte für lediglich 80 Menschen bereitstellen.

Ungarische Medien berichteten am Freitag, dass über die fünf Grenzübergänge zur Ukraine hauptsächlich Angehörige der ungarischen Minderheit kamen, die in der westukrainischen Region Transkarpatien leben. Viele von ihnen haben Angehörige, die in Ungarn arbeiten oder sich dort dauerhaft niedergelassen haben. Die Grenze zwischen Ungarn und der Ukraine ist etwa 140 Kilometer lang.

Jeff Wiltzius

Slowakei meldet über 7.000 Grenzübertritte aus der Ukraine

19:29
25.02.2022
Die Slowakei hat am ersten Tag nach dem russischen Angriff auf die Ukraine mehr als fünfmal so viele Grenzübertritte aus dem Nachbarland verzeichnet wie normalerweise. Von Mittwochnachmittag bis Donnerstagnachmittag seien 7.490 ukrainische Staatsbürger über die Grenze gekommen, teilte das Innenministerium in Bratislava am Freitag mit. Normalerweise seien es rund 1.400 an einem Tag. Von den in die Slowakei eingereisten Ukrainern beantragten bis Freitagnachmittag aber nur 14 Personen offiziell Schutz als Flüchtlinge. Sie wurden im grenznahen Flüchtlingslager Humenne untergebracht.

Der konservative Ministerpräsident Eduard Heger reiste am Freitag gemeinsam mit Innenminister Roman Mikulec zum Grenzübergang Vysne Nemecke, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Slowakei sei bereit, den Flüchtenden Zuflucht und Hilfe zu gewähren, betonte er. Allein der Staat verfüge über Zehntausende Unterbringungsmöglichkeiten, zusätzlich gebe es auch eine ganze Reihe an privaten Unterkünften, die für Kriegsflüchtlinge offen stünden.

Die konservativ-katholisch geprägte Slowakei galt bisher als besonders abweisend gegenüber Flüchtlingen, vor allem aus islamischen Ländern. Im ganzen Jahr 2021 erhielten nach offizieller Statistik des Innenministeriums nur 29 Menschen in dem EU-Land Asyl. In den Jahren davor waren es noch weniger gewesen, nämlich zwischen fünf im Jahr 2018 und elf im Jahr 2020.

Jeff Wiltzius