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Niederländischer Premier: In Ukraine geht es um Zukunft des Westens

13:10
12.05.2022
Im Krieg in der Ukraine geht es nach Auffassung des niederländischen Premiers Mark Rutte auch um die Zukunft des Westens. Es gehe um „die Zukunft von Demokratie und internationaler Rechtsordnung“, sagte Rutte in einer Videoansprache am Donnerstag vor dem ukrainischen Parlament. „Es geht um Freiheit, um eure und unsere. Und daher geht es bei diesem Krieg um unsere gemeinsame Zukunft.“

Rutte sicherte der Ukraine die volle Unterstützung seines Landes zu, und äußerte sich überzeugt, dass das Land am Ende siegen werde. „Es ist wie David gegen Goliath. Und wir wissen alle, wer diesen Kampf gewonnen hat.“

Liz Mikos

Foto: AFP/SEM VAN DER WAL

EU-Kommission: Ukraine kann Millionen Tonnen Getreide nicht liefern

12:33
12.05.2022
Millionen Tonnen Getreide drohen nach Angaben der EU-Kommission die Agrar-Lager in der Ukraine zu blockieren und so die internationale Lebensmittelversorgung zu erschweren. „20 Millionen Tonnen Getreide müssen die Ukraine in weniger als drei Monaten verlassen“, sagte die für Verkehr zuständige EU-Kommissarin Adina Valean am Donnerstag. Das Getreide drohe, die Lagerstätten belegt zu halten, die für die nächsten Ernten benötigt würden.

Deswegen hat die Kommission nun einen Aktionsplan veröffentlicht, wie Exporte auf dem Landweg verkauft werden können. Über sogenannte Solidaritätsspuren sollen aber auch Güter wie humanitäre Hilfe ins Land gebracht werden. Zu den Herausforderungen zähle, dass die ukrainischen Waggons nicht mit dem Großteil des EU-Schienennetzes kompatibel seien, so dass die meisten Waren auf Lastwagen oder andere Waggons umgeladen werden müssten. Für diesen zeitaufwendigen Prozess gebe es an den Grenzen zudem nur wenige Anlagen.

Die EU-Kommission ruft nun private und staatliche Stellen auf, mehr Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen und eine Logistikplattform einzurichten, um Prozesse zu koordinieren. Lebensmittelexporten aus der Ukraine solle Vorrang eingeräumt werden und EU-Staaten seien auch aufgerufen, den Zoll und andere Stellen mit ausreichend Personal auszustatten sowie „ein Höchstmaß an Flexibilität walten zu lassen“.

Liz Mikos