Für die Menschen in der vom Krieg schwer zerstörten Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine gibt es etwas neue Hoffnung. Am Wochenende gelang es nach Angaben beider Seiten,
mehrere Dutzend Zivilisten aus den Kampfgebieten zu evakuieren - auch aus einem seit Wochen belagerten Stahlwerk. Zugleich setzten die russischen Truppen im Osten und Süden des Nachbarlands
ihre Angriffe fort. Kiew meldete
Gegenangriffe.
Der deutsche Kanzler Olaf Scholz (SPD) sicherte der Ukraine
weitere militärische und humanitäre Unterstützung zu.
Auch die USA versprachen zusätzliche Hilfe. Dazu bildet das US-Militär inzwischen auch in Deutschland ukrainische Soldaten aus.Aus dem Gebiet rund um das belagerte Stahlwerk Azovstal konnten nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass am Sonntag
40 Menschen gerettet werden, darunter acht Kinder. Am Samstag hatten nach russischen Angaben bereits 46 Menschen das Werksgelände beziehungsweise Häuser in unmittelbarer Nähe verlassen können.
Die russische Regierung berichtete zugleich von weiteren Angriffen. Rund um Saporischschja seien Flugabwehrraketensysteme zerstört worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Im Gebiet Charkiw seien zwei Kampfflugzeuge abgeschossen worden.
Die ukrainische Armee beschoss nach eigenen Angaben mit Raketen die von Russland besetzte Schlangeninsel im Schwarzen Meer. Dabei seien mehrere Luftabwehrkomplexe und eine Kommunikationseinheit zerstört worden. 42 russische Soldaten sollen getötet worden sein. Solche Angaben lassen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.
LW-Springer