Letztes Update:
20220416065112

Bausch spricht mit ukrainischem Amtskollegen Reznikov

08:55
15.04.2022
Vizepremier und Verteidigungsminister François Bausch hat am gestrigen Donnerstag mit seinem ukrainischen Amtskollegen Oleksii Reznikov gesprochen.

Die beiden Minister besprachen die Lage in der Ukraine. Reznikov betonte den anhaltenden Bedarf seines Landes an militärischer Unterstützung, um der russischen Aggression zu begegnen, und dankte François Bausch für die Unterstützung, die Luxemburg bislang geleistet hat.

François Bausch bestätigte die Bereitschaft Luxemburgs, die Ukraine weiterhin zu unterstützen, und teilte seinem Amtskollegen mit, dass die Verteidigungsdirektion derzeit Wege für mögliche zusätzliche Unterstützung prüfe. Die Invasion der Ukraine ist die schwerste Verletzung der europäischen Sicherheitsordnung seit Jahrzehnten. Solidarität, Freiheit und Demokratie sind für Luxemburg unveräußerliche Werte. Es ist für Luxemburg eine Selbstverständlichkeit, die Ukraine bei der Verteidigung ihrer territorialen Integrität vor der russischen Invasion zu unterstützen", sagte François Bausch.

Dustin Mertes

Russland berichtet über Angriff auf Raketenfabrik bei Kiew

07:44
15.04.2022
Russlands Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Raketenfabrik unweit der ukrainischen Hauptstadt Kiew angegriffen. Auf die Fabrik „Wisar“, knapp fünf Kilometer südwestlich des Stadtrands, seien in der Nacht zum Freitag Raketen des Typs Kalibr abgefeuert worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Medienberichten zufolge waren in der Nacht in Kiew aber mehrere heftige Explosionen zu hören. Die Fabrik „Wisar“ soll Raketen für das Flugabwehrsystem S-300 hergestellt haben.

Moskau kündigte einmal mehr an, seine Angriffe auf Kiew erhöhen zu wollen, falls ukrainische Truppen Attacken oder „Sabotageakte“ auf russischem Staatsgebiet durchführten. Eine solche Drohung hatte Konaschenkow bereits vor einigen Tagen ausgesprochen.

In den vergangenen Wochen hatte Moskau mehrfach vermeintliche Angriffe ukrainischer Truppen auf grenznahe russische Gebiete beklagt. Anfang April etwa gab es einen Luftangriff auf ein Öllager in der Großstadt Belgorod. Aus der Ukraine gab es damals weder eine Bestätigung noch ein Dementi.

Dustin Mertes