Etwa vier von fünf Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine sind weiblich. Das zeigen die Ergebnisse einer am Montag vorgestellten Befragung im Auftrag des Bundesinnenministeriums, an der auch privat untergebrachte Geflüchtete teilnahmen. Demnach sind 84 Prozent der Menschen aus der Ukraine, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben, Frauen oder Mädchen. 58 Prozent der Befragten gaben an, gemeinsam mit ihren Kindern geflüchtet zu sein. Bei den rund 17 Prozent der Geflüchteten, die ohne Begleitung kamen, handelt es sich laut Innenministerium vor allem um ältere Menschen.
Von den insgesamt 1.936 Teilnehmern der Umfrage sagten 24 Prozent, sie wohnten gegenwärtig bei Freunden. 19 Prozent der Geflüchteten waren bei Verwandten untergekommen. Vor Kriegsbeginn lebten in Deutschland rund 259.000 Menschen, die aus der Ukraine eingewandert waren.
Weitere 22 Prozent der Befragten gaben an, in sonstigen Privatwohnungen zu wohnen. Die restlichen Geflüchteten wohnten unter anderem in Sammelunterkünften und in Hotels. Am wichtigsten sind ihnen finanzielle Hilfen und medizinische Versorgung. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) nannte psychologische Hilfe.
Laut Umfrage stand für 82 Prozent der Geflüchteten Deutschland als Fluchtziel im Vordergrund. Als weitere mögliche Ziele wurden unter anderem Italien, Polen, die Schweiz und die Niederlande genannt.