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Schon Zehn Millionen Ukrainer vertrieben

14:34
20.03.2022
Durch den Krieg in der Ukraine sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) bereits zehn Millionen Menschen vertrieben worden. Das berichtete Filippo Grandi, Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Das entspricht praktisch einem Viertel der ukrainischen Bevölkerung.

Rund 3,4 Millionen sind nach UNHCR-Angaben über die Grenzen in die Nachbarstaaten geflüchtet, die anderen sind im eigenen Land vor den Angriffen aus ihren Häusern und Wohnungen geflohen. „Diejenigen die Krieg führen, egal wo auf der ganzen Welt, sind für das Leid verantwortlich, das sie der Zivilbevölkerung zufügen, die zur Flucht gezwungen wird“, twitterte Grandi. 

LW-Springer

Mehr als 900 Festnahmen bei Protesten in Russland

14:24
20.03.2022
Bei erneuten Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine sind am Sonntag in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern fast Tausend Menschen festgenommen worden. Bis zum Nachmittag wurden mindestens 937 Menschen in 38 Städten festgenommen, wie die Organisation OWD-Info mitteilt. Proteste gab es demnach unter anderem in Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Nischni Nowgorod und Wladiwostok.

Die russischen Behörden gehen immer wieder hart gegen kremlkritische Demonstranten vor. Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar gab es laut OWD-Info mehr als 15.000 Festnahmen auf Demonstrationen gegen den Krieg. Einige Demonstranten seien bereits mehrfach festgenommen worden, schreibt die Organisation in ihrem Telegram-Kanal. Es komme zum Teil zu Geldstrafen und Verhaftungen. Den Angaben nach wurde eine strafrechtliche Verfolgungskampagne gegen Kriegsgegner und Oppositionelle eingeleitet. Mindestens 37 Fälle gegen 43 Menschen würden verfolgt. 

LW-Springer

Protest gegen Lkw-Lieferungen nach Russland in Polen

14:21
20.03.2022
Wegen des Ukraine-Kriegs haben Aktivisten in Polen gegen Warentransporte aus der EU nach Russland protestiert. An einem Grenzübergang nach Belarus (Weißrussland) bei Koroszczyn blockierten Demonstranten zeitweise die Zufahrt zu einem Zollterminal, wie die Agentur PAP am Sonntag berichtete. Sie hielten ein Spruchband mit der Aufschrift „Nein zum Krieg“ hoch.

Die Wartezeit für die Abfertigung habe sich dort inzwischen auf mehr als 32 Stunden erhöht. Die Lkw-Schlange sei auf eine Länge von rund 40 Kilometern angewachsen, sagte demnach ein Behördensprecher. Die Polizei versuchte, eine Pufferzone zwischen den Demonstranten und den Fahrspuren einzurichten.

Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hatte sich am Samstag für eine Erweiterung der EU-Sanktionen gegen Russland um eine Handelsblockade ausgesprochen. „Ich stehe selbstverständlich auf der Seite der Demonstranten“, sagte der nationalkonservative Politiker bei einem Besuch in Lubiczow bei Warschau. Ein solcher Schritt könne Russland „dazu zwingen, zu überlegen, ob es nicht besser wäre, diesen grausamen Krieg zu beenden“. 

LW-Springer