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Foto: AFP/YURIY DYACHYSHYN Rauch über Lwiw: Russische Truppen haben in der westukrainischen Stadt ein Flugzeugreparaturwerk angegriffen.

Bürgermeister Lwiws bittet um Hilfe für Kriegsflüchtlinge

13:27
18.03.2022
Der Bürgermeister der westukrainischen Stadt Lwiw, Andrij Sadowij, hat angesichts von Hunderttausenden Kriegsflüchtlingen um internationale Hilfe gebeten. Am dringendsten benötigt werde Geld für die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie für den Bau von Containerhäusern, mobilen Duschen und Toiletten, sagte Sadowij der „Süddeutschen Zeitung“ am Freitag. „Wir können die Menschen ja nicht ewig in einem Turnsaal oder auf einer Theaterbühne unterbringen.“

Auf dem Flughafen von Lwiw (früher: Lemberg) waren am Freitag mehrere russische Raketen eingeschlagen. Die Weltkulturerbe-Stadt liegt rund 80 Kilometer von der Grenze zum Nato-Mitglied Polen entfernt. Die Stadt Lwiw und die gleichnamige Region haben Sadowij zufolge jeweils rund 200.000 geflüchtete Menschen aufgenommen.

Einen möglichen Friedensschluss mit Russland sieht der Bürgermeister skeptisch. „Ein Vertrag mit Russland ist allenfalls das Papier wert, auf dem er geschrieben steht“, sagte er. „Russland war, ist und wird immer unser Nachbar sein. Und Russland war, ist und wird immer eine Bedrohung für uns sein.“

Jörg Tschürtz

Tote und Verletzte bei Beschuss von ukrainischer Großstadt

11:08
18.03.2022
Beim Beschuss der Großstadt Kramatorsk im Gebiet Donezk in der Ostukraine sind den örtlichen Behörden zufolge zwei Menschen getötet und sechs verletzt worden. Pawlo Kyrylenko vom Koordinierungszentrum der Region machte die russische Armee für den Angriff verantwortlich. „Die Russen sind nicht in der Lage, einen fairen Krieg zwischen Armeen zu führen, also schießen sie immer wieder Zivilisten nieder“, teilte er am Freitag bei Telegram mit.

Kyrylenko zufolge trafen Raketen am Morgen ein Wohn- und ein Verwaltungsgebäude. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Russland bestreitet, zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen. 

Teddy Jaans