Der russische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland am Mittwochabend auf Twitter vorgeworfen, eine Geburtsklinik in der Hafenstadt Mariupol angegriffen zu haben. Unter den Trümmern befänden sich auch Kinder, an anderer Stelle ist die Rede von mindestens 17 Verletzten. Paulo Kyrylenko, der Gouverneur der Donetsk-Region, zu der Mariupol gehört, sagte dagegen laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Interfax, verletzte Kinder seien nicht bestätigt. Es habe wohl keine Toten gegeben. Allerdings habe sich der Angriff während einer Waffenruhe ereignet. Bilder aus Mariupol zeigen ein völlig zerstörtes Krankenhaus und verletzte schwangere Frauen.
Der Angriff löste international Entsetzen aus, UN-Generalsekretär Antonio Guterres nannte ihn „entsetzlich“, auch Großbritanniens Premier Boris Johnson verurteilte den Vorfall scharf. Man werde Putin dafür zur Verantwortung ziehen, so Johnson.
Tom Rüdell