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Foto: MICHAL CIZEK

Russland blockiert auch Twitter

20:50
04.03.2022
Nach Facebook ist nun auch der Kurznachrichtendienst Twitter in Russland blockiert. Aus den Angaben der russischen Medienaufsicht Roskomnadsor gehe hervor, dass Twitter auf dem Gebiet des Riesenreichs nicht mehr aufrufbar ist, meldete die Agentur Interfax am Freitag. Nutzer von Twitter in Moskau bestätigten, dass das Netzwerk auf Mobiltelefonen nicht mehr funktionierte. Roskomnadsor hatte Twitter zuvor schon deutlich verlangsamt, weshalb es etwa schwierig gewesen war, Videos dort anzuschauen. Zuvor war am Freitag Facebook blockiert worden.

Die US-Konzerne waren zuvor schon mehrfach zu Geldstrafen verurteilt worden, weil sie nach Aufforderung der Behörden in Moskau kremlkritische Informationen nicht gelöscht hatten. Facebook kritisierte die Abschaltung in Russland. Millionen Menschen würden von verlässlichen Informationen abgeschnitten, meinte der Facebook-Manager Nich Cegg bei Twitter. Ihnen werde auch die Möglichkeit genommen, sich über das soziale Netzwerk mit ihren Familien und Freunden in Verbindung zu setzen.

Viele Russen informieren sich über die sozialen Netzwerke auch über den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Verbreitet sind in Russland geschützte Netzwerkverbindungen (VPN), über die der Zugang zu Facebook und Twitter weiter gewährleistet ist. Legal ist das in vielen Fällen nicht. Besonders intensiv genutzt wird der Nachrichtenkanal Telegram, den russische Behörden bisher nicht haben technisch einschränken können.

Tom Rüdell

Lindsey Graham: „Die einzige Lösung ist, dass jemand den Kerl ausschaltet"

19:42
04.03.2022
Der prominente republikanische US-Senator Lindsey Graham hat auf Twitter dazu aufgerufen, den russischen Präsidenten Putin zu töten. In einem Tweet vom Freitag schrieb Graham: „Gibt es einen Brutus in Russland? Gibt es einen erfolgreicheren Oberst Stauffenberg im russischen Militär? Der einzige Weg, das zu beenden ist, wenn jemand in Russland diesen Kerl ausschaltet. Sie würden Ihrem Land  - und der Welt - einen großen Gefallen tun." 

Die Formulierung „take this guy out", zusammen mit den historischen Beispielen, zielt ganz klar auf ein Attentat mit tödlichem Ausgang für Putin ab. Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn hatte sich am Mittwoch zu einer ähnlichen Aussage hinreißen lassen, als er sagte, Putin „physisch zu eliminieren" sei eine Möglichkeit. Asselborn entschuldigte sich noch am selben Tag für seine Äußerung.

Tom Rüdell