Letztes Update:
20220414092639

Luxemburger Bus bricht am Mittwoch an die ukrainische Grenze auf

07:38
02.03.2022
Ein Bus von Sales-Lentz bricht am Mittwoch auf in Richtung ukrainische Grenze. Nahrung, Decken und Kleidung für Flüchtlinge befinden sich an Bord. Auf dem Rückweg sollen hier 22 Menschen Platz nehmen, denen die Flucht aus dem Krieg gelungen ist. Sie werden in Sicherheit nach Luxemburg gebracht - wenn alles gut geht.

Angestoßen hat das Projekt eine private Initiative um Julien Doussot und seine ukrainische Frau Tanya. Reporterin Marlene Brey berichtet vor Ort für das „Luxemburger Wort“.

Jeff Wiltzius

Foto: Marlene Brey

Kremlchef Putin stoppt Ausfuhr von mehr als 10.000 Dollar pro Person

06:54
02.03.2022
Russland hat von diesem Mittwoch an die Ausfuhr von ausländischem Bargeld im Wert von umgerechnet 10.000 Dollar (knapp 9.000 Euro) verboten. Ausländische Währungen sind von dem Verbot betroffen, wie es in einem vom russischen Präsidenten Wladimir Putin unterzeichneten Dekret heißt. Damit soll ein Abfluss von Kapital verhindert werden.

Zahlreiche Menschen verlassen wegen Putins Angriff auf die Ukraine auch Russland, weil sie Angst vor einer Verschärfung der Lage haben. Deshalb versuchen sie, ihr Bargeld in Sicherheit zu bringen.

Vor allem ziehen auch viele Menschen in Russland massenhaft Geld von ihren Konten ab. An den Bankautomaten etwa in der Moskau bilden sich wegen der westlichen Sanktionen gegen russische Banken seit Tagen lange Warteschlangen. Der Rubel erlebt wegen Putins Krieg gegen die Ukraine eine beispiellose Entwertung im Vergleich zu ausländischen Währungen. Die Menschen in Russland fürchten um ihre Ersparnisse durch den Krieg.

Putin begründete sein Verbot der Ausfuhr von ausländischem Bargeld mit „unfreundlichen“ Schritten der USA und anderer westlicher Staaten und Organisationen gegen Russland. Zahlreiche russische Banken sind mit Sanktionen belegt. Deshalb funktionieren schon einige Kartenzahlungen in Geschäften nicht mehr.

Auch viele Bankautomaten geben kein Geld mehr. Aus Angst vor einer Entwertung des Rubels kaufen viele Russen etwa in Moskau Technik wie Mobiltelefone, bevor die Preise hochgesetzt werden.

In vielen Lebensmittelmärkten kleben die Verkäuferinnen und Verkäufer bereits neue Etiketten für westliche Waren angesichts des Kursverfalls des Rubels. Viele Produkte wie Wein und Sekt verteuerten sich um einige Tausend Rubel.

Jeff Wiltzius