In der Nähe eines Atomkraftwerks in der Südukraine ist Kiew zufolge eine russische Rakete eingeschlagen. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland in dem Zusammenhang am Montag die Gefährdung der ganzen Welt vor. In der von russischen Truppen kontrollierten Stadt Donezk im Osten des Landes wurden unterdessen 13 Menschen durch Artilleriebeschuss getötet. Zwei Granaten schlugen örtlichen Medien zufolge an einer Bushaltestelle und in einem Geschäft ein. Die örtlichen Machthaber machen ukrainische Truppen für den Beschuss verantwortlich. Kiew weist derartige Anschuldigungen regelmäßig zurück. Unabhängig bestätigen ließen sich die Angaben nicht.
Die Industriestadt Donezk steht seit 2014 unter der Kontrolle von Separatisten, die von Moskau unterstützt werden - Ende Februar hatte Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Experten zufolge setzt Moskau derweil zunehmend auf improvisierte Einheiten mit „nur wenig effektiver Kampfkraft“.