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1,3 Millionen 3G-Kontrollen in Zügen - Nur wenige Verstöße

11:00
13.02.2022
Rund 1,3 Millionen Reisende sind in Baden-Württemberg seit Ende November in Zügen aufgefordert worden, ihren 3G-Nachweis zu zeigen. Bei den Kontrollen habe sich herausgestellt, dass sich fast alle an die 3G Regelung - geimpft, getestet, genesen - hielten, teilte das Verkehrsministerium am Sonntag in Stuttgart mit. Nur ein bis drei Prozent der Fahrgäste hätten keinen Nachweis mit sich geführt.

Kann man keinen gültigen 3G-Nachweis vorlegen, wird man vom Personal aufgefordert den Zug am nächsten Bahnhof zu verlassen. Wer einen Schnelltest macht und negativ ist, kann seine Reise fortsetzen. Aggressive Fahrgäste sind nach den Erfahrungen der Bahnunternehmen eher Einzelfälle. Das Verkehrsministerium unterstützt die Kontrollen nach eigenen Angaben durch externes Personal mit bis zu sechs Millionen Euro.

(dpa)

Mehrere Tausend Menschen demonstrieren gegen die Pandemie-Politik

10:35
13.02.2022
Erneut sind im Südwesten Tausende auf die Straße gegangen, um gegen die politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu demonstrieren. In Freiburg versammelten sich am Samstag schätzungsweise 3000 bis 3300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte. «Entlang der Aufzugsstrecke formierten sich immer wieder kleinere Gruppen zum kurzfristigen Gegenprotest», teilte die Polizei am Abend mit, die von rund 200 Personen bei den Gegenprotesten sprach. Dabei sei es auch zu einer Blockadeaktion gekommen, die sich nach Ansprache durch die Polizei zügig aufgelöst habe.

In Reutlingen gab es einen Aufzug vom Bürgerpark durch die Innenstadt zurück zum Ausgangspunkt zwischen 18.00 und 20.00 Uhr mit «in der Spitze circa 7500 Personen», wie die Polizei am Samstagabend mitteilte. Bei einer stationären Versammlung im Bürgerpark zwischen 16.00 und 18.00 Uhr seien bis zu 1000 Menschen gewesen. Es habe keine Gegendemonstration gegeben. Die «Maskentragepflicht wurde mit fortschreitendem Verlauf des Aufzugs zunehmend missachtet». Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Beamtenbeleidigung und weil im Bereich der Rednerbühne Polizisten angegangen oder bedroht worden seien.

Seit Wochen protestieren vor allem Gegnerinnen und Gegner der Corona-Maßnahmen immer wieder. Dabei sind regelmäßig Zehntausende Menschen im ganzen Land unterwegs. Häufig handelt es sich um unangemeldete und als «Spaziergänge» deklarierte Demonstrationen gegen die Corona-Verordnung. Mehrere Städte haben diese untersagt. Vermehrt bildet sich inzwischen aber auch Protest gegen die unangemeldeten Proteste, um für mehr Solidarität zu werben.

In Ulm ermittelt die Polizei nach einer unangemeldeten Versammlung am Freitagabend gegen einen 32-Jährigen, weil er eine Axt und eine Gasmaske mit zu der Demonstration brachte. Ein 19-Jähriger muss sich zudem wegen Beleidigung zweier Polizisten verantworten und ein 37-Jähriger, weil er ohne Maske an dem Protest teilnahm und sich gegen die Maßnahmen der Polizei zur Wehr gesetzt hatte.

(dpa)

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