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Samstag, 5. Februar

Corona-Inzidenz im Südwesten jetzt bei fast 1500

18:43
05.02.2022
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche ist in Baden-Württemberg am Samstag (Stand: 16.00 Uhr) auf 1465,8, gestiegen. Das teilte das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart mit. Damit lag die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich höher als der bundesweite Wert, den das Rober Koch-Institut mit 1388 angab.

Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 22 390 neue Ansteckungen und - wie schon am Freitag - 11 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, so dass deren Gesamtzahl jetzt 13 768 beträgt. Die tatsächlichen Corona-Fallzahlen im Südwesten dürften derzeit aber deutlich höher sein. Etwa durch die hohe Auslastung der Testkapazitäten gehen Experten aktuell von einer großen Dunkelziffer bei unerkannten Infektionen aus.

Fünf Kreise wiesen eine Inzidenz oberhalb von 2000 aus. Den höchsten Wert verzeichnete Ulm (2287,1), gefolgt vom Schwarzwald-Baar-Kreis (2185,8), dem Zollernalbkreis (2028,3), Heidenheim (2023,9) und Emmendingen (2014,2).

Auf den Intensivstationen im Land lagen am Samstag 283 Covid-Patientinnen und -Patienten und damit 3 mehr als am Vortag. Die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in ein Krankenhaus kamen, stieg um 0,1 auf den Wert von 6,8. Damit nahm die Belastung der Normalstationen weiter zu.

(dpa)

Wieder Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen

17:01
05.02.2022
Zahlreiche Menschen sind am Samstag erneut auf die Straßen gegangen, um ihrem Unmut über die Corona-Politik Luft zu machen. In vielen deutschen Städten kamen sie zum Protest gegen Corona-Maßnahmen zusammen, vielerorts stellten sich ihnen aber auch Menschen entgegen. Nach Polizeiangaben blieb es bei den Protesten und Gegendemonstrationen überwiegend friedlich.

In Freiburg kamen rund 4000 Menschen zusammen, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine Gegendemo versuchte, den Protestzug zu blockieren. Daraufhin habe die Polizei die Demonstrierenden an der Blockade vorbeigeleitet und diese dann aufgelöst. In Karlsruhe berichtete die Polizei von etwa 2000 Demonstranten, in Stuttgart wiederum gingen in der Innenstadt mehrere Hundert Menschen auf die Straße, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Erneut protestierten auch in Düsseldorf zahlreiche Menschen gegen die Corona-Maßnahmen, die Polizei zählte etwa 4600 Teilnehmer. Hier folgten aber auch viele dem gemeinsamen Aufruf von CDU, Grünen, SPD, FDP und Linker, «dem Tross von Impfgegnern, Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen, die durch unsere Stadt marschieren, die rote Karte zu zeigen», etwa die Landesvorsitzende der Grünen, Mona Neubaur, oder auch die FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Polizei sprach von größeren Gruppen, die entlang des Protestzugs rote Schilder in die Höhe streckten.

Im bayrischen Ansbach gingen am Samstag 1900 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße. In Augsburg startete am frühen Abend eine Demo gegen Corona-Maßnahmen, bei der die Polizei gegen 18.00 Uhr mehr als 2000 Menschen zählte. Auch in München, Regensburg und Ingolstadt wurde protestiert.

In Berlin wurden am Nachmittag wenige Hundert bei einer angemeldeten Versammlung gegen Corona-Maßnahmen gezählt. In der Hauptstadt waren zwei weitere Protestaktionen angemeldet, die sich gegen die Corona-Regeln und eine Impfpflicht richteten. Am Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte fuhren rund 30 Autos in einem Korso, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren, wie auf einem Video zu sehen war. Auch in Berlin gab es Gegendemos. In Brandenburg an der Havel löste die Polizei eine nicht angemeldete Versammlung auf.

In mehreren Städten Niedersachsens protestierten ebenfalls Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Nach Polizeiangaben waren es am Samstagnachmittag etwa in Osnabrück rund 1100. Mehrere wurden demnach von der Demonstration ausgeschlossen, weil sie keine Maske trugen. In Lüneburg zählte die Polizei rund 300 Demonstranten - zu einer Gegendemonstration kamen demnach rund 120 Menschen. Hunderte demonstrierten auch in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin gegen die Maßnahmen.

(dpa)

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