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20220106085352

Britische Kliniken im Alarmzustand - Millionen warten auf Operationen

08:46
06.01.2022
Wegen der Belastungen durch die Omikron-Welle hat mittlerweile fast jede sechste englische Krankenhausstiftung den Ernstfall ausgerufen. Das passiert, wenn die Verantwortlichen der Ansicht sind, dass notwendige Behandlungen nicht mehr gewährleistet werden können. Dies betreffe 24 der 137 Krankenhausstiftungen in England, zu denen meist mehrere Kliniken gehören, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag mitteilte.

Etliche Beschäftigte im Gesundheitswesen sind selbst infiziert und fallen aus, gleichzeitig wächst der Rückstau an Behandlungen weiter an, weil Operationen zunehmend verschoben werden. Dem «Guardian» zufolge will die NHS Confederation, in der Organisationen des Gesundheitsdienstes zusammengeschlossen sind, Zehntausende Medizinstudierende in Kliniken einsetzen. Offiziellen Angeben zufolge warten allein in England fast sechs Millionen Menschen auf Routine-Operationen und Behandlungen - viele davon mit Schmerzen.

In einem neuen Ausschussbericht rufen Abgeordnete die britische Regierung dringend auf, einen langfristigen Plan zu schmieden, um das Gesundheitssystem robust und krisenfest zu machen. «Die aktuelle Omikron-Welle verstärkt das Problem, aber wir hatten schon vorher eine ernsthafte Personalkrise, mit ausgebranntem Personal, 93 000 unbesetzten Stellen im Gesundheitsdienst und keinen Plan in Sicht, der das ändert», sagte der Ausschussvorsitzende Jeremy Hunt. Es drohe die Gefahr, dass viele Medizinerinnen und Mediziner den Sektor verlassen, wenn «kein Licht am Ende des Tunnels» sichtbar werde.

Die Regierung verweist auf zusätzliche Gelder, die bereits angekündigt worden sind, um den Rückstau zu beheben. Dies ist vielen in der Branche jedoch nicht ambitioniert genug.

(dpa)

Russe Latypow bei Biathlon-Weltcup in Oberhof positiv auf Corona

08:46
06.01.2022
Der russische Biathlet Eduard Latypow ist kurz vor dem Beginn des Weltcups im thüringischen Oberhof positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der russische Verband (RBU) am Donnerstag auf seiner Internetseite und in den sozialen Medien mit. «Eduard geht es gut, die Krankheit verläuft asymptomatisch. Wir wünschen ihm baldige Genesung», hieß es von der RBU. Der Biathlon-Weltverband IBU berichtete am Tag vor dem ersten Rennen auf den WM-Strecken von 2023 lediglich von einem namentlich nicht genannten Athleten aus der Mannschaft Russlands.

Der 27 Jahre alte Latypow musste sich in Folge des positiven Testergebnisses sofort in Isolation begeben und wird beim ersten Weltcup des Olympia-Jahres vom Freitag an fehlen. Derzeit läuft noch die Kontaktnachverfolgung durch die lokalen Gesundheitsbehörden. Beim vergangenen Weltcup in Frankreich hatte Latypow im Dezember zuletzt starke Leistungen gezeigt und zweimal den zweiten Platz belegt. Er ist derzeit der stärkste Skijäger seiner Nation.

Insgesamt wurden vor dem Weltcup in Thüringen knapp 250 PCR-Tests bei nicht geimpften Teammitgliedern und Akkreditierten oder Personen mit Corona-Symptomen durchgeführt. Weitere positive Ergebnisse gab es bislang nicht. Auch alle 550 PCR-Tests, die zum Eintritt in die Event-Blase am Rennsteig nötig waren, fielen negativ aus. Insgesamt rund 75 Prozent der Teammitglieder im Biathlon-Weltcup gelten in Deutschland als geimpft oder genesen.

(dpa)

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