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Empörung in Serbien über Ausweisung von Tennisstar Djokovic

07:52
06.01.2022
Das offizielle Serbien hat sich über die Ausweisung des serbischen Tennisstars Novak Djokovic aus Australien empört gezeigt. «Ganz Serbien steht hinter ihm», schrieb der serbische Präsident Aleksandar Vucic in der Nacht zum Donnerstag nach einem Telefonat mit Djokovic auf Instagram. «Unsere Behörden werden alle Maßnahmen ergreifen, um die Schikanierung des besten Tennisspielers der Welt binnen kürzester Zeit zu beenden.»

Djokovic war mit einer höchst umstrittenen medizischen Ausnahmegenehmigung nach Australien gereist und am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Melbourne gelandet, um dort an den Australian Open teilzunehmen. Das Turnier beginnt am 17. Januar. Die australische Grenzschutzbehörde verwehrte ihm aber die reguläre Einreise - und ließ den 34-Jährigen stattdessen in ein Hotel für Ausreisepflichtige bringen.

Der Tennisprofi hat sich in der Vergangenheit als Skeptiker in Hinblick auf die Corona-Schutzimpfung hervorgetan. Seinen Impfstatus hat er bislang nicht offengelegt. Wäre er geimpft, bräuchte er aber für Australien keine Ausnahmegenehmigung. Die australischen Behörden stornierten das Visum des Sportlers, nachdem dieser die Gründe für die Ausnahmegenehmigung bei der Einreise nicht nachgewiesen hatte.

Nichtsdestotrotz machten die regierungsnahen Medien in der serbischen Hauptstadt Belgrad Stimmung gegen die Entscheidung der australischen Behörden. «Das ist der größte Sportskandal aller Zeiten», titelte das Boulevard-Blatt «Kurir» am Donnerstag. Ähnlich präsentierte sich die Zeitung «Informer» mit ihrer Titelseite: «Skandal und Schande: Novak in Melbourne festgenommen». 

(dpa)

Leipzig-Boss Mintzlaff beklagt Corona-Verluste von 60 Millionen Euro

07:51
06.01.2022
Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss aufgrund der Coronavirus-Pandemie enorme Mindereinnahmen verkraften. «Insgesamt fehlen uns bisher 60 Millionen Euro, das aktuelle Jahr und die fehlenden Zuschauereinnahmen nicht eingerechnet. Das sind dramatische Verluste», sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff der «Leipziger Volkszeitung» (Donnerstag). Das entspricht der bereits Anfang März vergangenen Jahres von Mintzlaff aufgestellten Kalkulation für die Saison 2020/21. Für die laufende Spielzeit hat RB mit einer Stadionauslastung von 30 Prozent geplant, muss allerdings seit Ende November vor leeren Rängen spielen.

Trotz der schlechtesten Hinrunde der Clubgeschichte will Mintzlaff an der Qualifikation zur Champions League als Saisonziel festhalten. «Wir korrigieren unsere Ziele nicht, wissen aber, dass wir eine fantastische Rückrunde mit einem Zweier-Schnitt brauchen. Ein Riesenkraftakt. Und selbst mit dem besagten Zweier-Schnitt wäre unklar, ob 56 Punkte für einen Platz unter den ersten Vier reichen», sagte der 46-Jährige. Leipzig empfängt zum Auftakt der Rückrunde am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den FSV Mainz 05.

Weitere Zu- und Abgänge im Januar bezeichnete Mintzlaff als unwahrscheinlich. Der bisher hinter den Erwartungen gebliebene Ilaix Moriba soll offenbar nicht wie Brian Brobbey (Ajax) verliehen werden. «Wenn Ilaix vom Afrika-Cup zurückkommt, wird das Trainerteam intensiv mit ihm arbeiten», betonte Mintzlaff. Der Clubboss gab zudem eine Deadline bei der Suche nach einem neuen Sportdirektor an. Dieser werde «spätestens zur neuen Saison bei uns sein». Ein Kandidat ist offenbar Thomas Hitzlsperger, der momentan in Stuttgart unter Vertrag steht.

(dpa)

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