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20220105105035

Regierungssprecher: Impfpflicht im Alleingang nicht möglich

10:48
05.01.2022
Eine Corona-Impfpflicht im Alleingang, die nur für Baden-Württemberg gilt, ist laut einem Sprecher des Staatsministeriums in Stuttgart nicht möglich. Das Bundesinfektionsschutzgesetz erlaube dies nicht, sagte er am Mittwoch. Durch die Regelung des Bundes, die Impfpflicht nur für besonders bedrohte Teile der Bevölkerung zu regeln, bestehe eine Sperrwirkung für die Länder, Impfpflichten einzuführen.

Der FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Bayerns Regierunbgschef Markus Söder (CSU) zuvor kritisiert, weil sie die Impfpflicht nicht ihren Landesparlamenten vorgeschlagen hätten.

Der Regierungssprecher bezweifelte, ob eine Impfpflicht nur für Teile von Deutschland geeignet wäre, um die Grundimmunisierung zu erreichen. «Abgesehen davon ist es auch politisch höchst problematisch, wenn in den Bundesländern uneinheitliche Regelungen gelten würden.»

Über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona soll der Bundestag voraussichtlich in diesem Jahr in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden. Innerhalb der FDP im Bundestag regt sich Widerstand. Auch Theurer hatte sich skeptisch gezeigt, ob eine allgemeine Impfpflicht Impfgegner von einer Impfung gegen Corona überzeugen könnte.

(dpa)

Mehr als 40 Prozent geboostert - Impfungen nehmen weiter an Fahrt auf

10:18
05.01.2022
Eine «Booster»-Imfpung gegen das Coronavirus haben in Deutschland inzwischen mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung erhalten. Insgesamt knapp 33,4 Millionen Auffrischungsimpfungen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch. Bei den Erwachsenen liegt die Quote bei 47,6 Prozent. Allein am Dienstag wurde demnach rund 480 000 Mal geboostert. Diese dritte Dosis gilt inzwischen als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben inzwischen 71,4 Prozent der Gesamtbevölkerung (59,4 Millionen Menschen). Mindestens eine Impfdosis haben 74,3 Prozent der Bevölkerung oder 61,8 Millionen Menschen bekommen. Die Bundesregierung strebt eine Marke von 80 Prozent bis Ende Januar an, nachdem als Zielmarke zunächst der 7. Januar genannt worden war.

Allgemein nehmen die Corona-Impfungen nach dem ruhigeren Jahreswechsel an Fahrt auf. Am Dienstag wurden mindestens 610 730 Dosen in Deutschland verabreicht. Am Vortag lag die Zahl bei 433 960, am Neujahrstag bei 27 400. Insgesamt wurden mittlerweile fast 151 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht.

(dpa)

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