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Johnson will trotz Rekordzahlen ohne neue Einschränkungen auskommen

19:24
04.01.2022
Der britische Premierminister Boris Johnson will trotz einer Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen in England ohne strengere Einschränkungen auskommen. Der konservative Politiker kündigte am Dienstag in London an, an seinem sogenannten Plan B festzuhalten. Dazu gehört eine Maskenpflicht in Innenräumen, die Empfehlung, von zuhause zu arbeiten, und 3-G-Nachweise (also: geimpft, genesen oder getestet) für Clubs und Großveranstaltungen. Der Plan gilt seit mehreren Wochen.

Viele Experten fordern härtere Maßnahmen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, wie sie sich in einigen Kliniken bereits andeutet. Wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen fallen in vielen Krankenhäusern Beschäftigte aus. Am Dienstag wurden in Großbritannien mehr als 218 000 Neuinfektionen gemeldet. Darin sind einige Nachmeldungen der vergangenen Tage enthalten. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche - lag zuletzt bei 1597 (Stand: 30. Dezember).

Johnson begründet seine Linie damit, dass mittlerweile erwiesen sei, dass die in England und Schottland vorherrschende Omikron-Variante mildere Verläufe von Covid-19 verursache. Es kämen nicht mehr so viele Infizierte auf Intensivstationen. Neun von zehn Patienten auf den Intensivstationen hätten noch keine Booster-Impfung, hieß es. Johnson rief seine Landsleute erneut auf, sich eine Auffrischimpfung geben zu lassen.

(dpa)

Gesundheitsminister beraten über Quarantäneregeln

18:40
04.01.2022
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen an diesem Mittwoch kurzfristig zu einer Videokonferenz zusammen, um angesichts der wachsenden Omikron-Welle über eine Änderung der Corona-Quarantäneregeln zu diskutieren. Das teilte das Gesundheitsministerium von Sachsen-Anhalt, das seit Anfang des Jahres den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) innehat, am Dienstagabend mit.

Damit tagen die Ressortchefs noch vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Freitag. Die nächste planmäßige GMK sei weiterhin für den kommenden Montag geplant, hieß es. Debattiert wird zurzeit über eine Verkürzung der Corona-Quarantäne, um wichtige Versorgungsbereiche aufrecht zu erhalten, falls die Infektionszahlen durch die ansteckendere Virusvariante Omikron sprunghaft zunehmen sollten. Patientenschützer verlangen aber engmaschige PCR-Labortests als Bedingung dafür.

(dpa)

Omikron-Variante dominiert in Baden-Württemberg

17:30
04.01.2022
Omikron ist zur dominierenden Variante des Coronavirus in Baden-Württemberg geworden. Eine aktuelle Abfrage bei den Laboren zeige, dass bereits jetzt bei über 50 Prozent aller SARS-CoV-2 Diagnosen die Omikron-Variante nachgewiesen werde, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart am Dienstag mit.

Es könne daher spätestens in 7 bis 14 Tagen damit gerechnet werden, dass die allermeisten Infektionen im Land auf Omikron zurückgehen werden. Die Zahl der an das Landesgesundheitsamt übermittelten Omikron-Fälle stieg am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) auf 5283. Das sind 1003 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Behörde zählt dazu sowohl Fälle, die über eine vollständige Erbgutanalyse sicher nachgewiesen sind als auch Infektionen, bei denen ein variantenspezifischer PCR-Test einen Verdacht auf Omikron ergeben hat. Zuvor hatten der «Südkurier» und der SWR berichtet.

Omikron ist bereits in mehreren Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg die vorherrschende Variante des Coronavirus.

(dpa)

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