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Bennett: Vierte Impfdosis erhöht Antikörper-Zahl um das Fünffache

14:48
04.01.2022
Die vierte Impfdosis mit dem Präparat von Biontech/Pfizer erhöht die Zahl der Antikörper gegen die neue Coronavariante Omikron laut einer israelischen Studie binnen einer Woche um das Fünffache. Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett stellte dieses Ergebnis am Dienstag bei einem Besuch im Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv gemeinsam mit der Studienleiterin Gili Regev vor. «Die vierte Impfung ist sicher und effektiv», sagte Bennett.

Allerdings lässt sich von der Höhe des Zuwachses an Antikörpern nicht automatisch darauf schließen, inwieweit sich der tatsächliche Schutz vor Infektion oder Erkrankung verbessert.

Israel hatte am Montag bereits eine Impfkampagne für über 60-Jährige und medizinisches Personal gestartet, die nun eine vierte Vakzindosis erhalten können. Rund 10 000 Israelis hätten sich bereits mit der vierten Dosis impfen lassen, rund 100 000 hätten einen Impftermin vereinbart, sagte Bennett.

Am Freitag hatten in Israel zunächst die Viertimpfungen für Menschen mit Immunschwäche begonnen. Auch in Pflegeeinrichtungen für Senioren war der zweite Booster bereits erlaubt worden.

Das Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv hatte vor mehr als einer Woche eine Studie zur vierten Impfung gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech begonnen. Die Klinik teilte am Sonntag Zwischenergebnisse mit: Die Nebenwirkungen seien ähnlich wie nach der dritten Dosis.

Israel hat die vierte Corona-Welle bereits hinter sich, zuletzt sind die Infektionszahlen jedoch wieder massiv gestiegen. Am Dienstag teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien 10 720 neue Fälle registriert worden. Die Zahl der Schwerkranken stieg leicht auf 117.

Nur rund 61 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. Dies sind zweifach Geimpfte bis zu sechs Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Booster-Impfung. 30 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei neun Prozent ist die Gültigkeit der Impfung schon abgelaufen. 

(dpa)

Experte: Corona-Grippe-Doppelinfektionen «nichts Besonderes»

14:47
04.01.2022
In einigen Ländern sind bei Patienten gleichzeitige Infektionen mit Corona und Grippe bekannt geworden - ein deutscher Experte ist davon aber nicht überrascht. In Israel wurde bei einer Schwangeren eine Doppelerkrankung festgestellt. Es handele sich um eine ungeimpfte Frau um die 30, die vergangene Woche ihr Baby zur Welt gebracht habe, bestätigte eine Sprecherin des Beilinson-Krankenhauses bei Tel Aviv am Dienstag. Sie sei am Donnerstag mit dem Säugling in gutem Zustand entlassen worden. Auch in Spanien gibt es einige bestätigte Fälle, Berichten zufolge auch in Brasilien und in den USA.

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, hält das Auftreten solcher Doppelinfektionen allerdings für «nichts Besonderes». «Solche Fälle müssen irgendwann mal auftreten», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Eine Doppelinfektion sei vermutlich etwas schlimmer als eine Infektion mit nur einem Erreger. Doppelinfektionen mit Grippe und Corona seien selten, «weil beide Viren gleichzeitig selten vorhanden sind - durch das Maskentragen sind zwei Winter fast ohne Influenza abgelaufen», sagte Salzberger.

Professor Arnon Wiznitzer, Leiter der Gynäkologie im Beilinson-Krankenhaus in Tel Aviv sagte den Angaben zufolge, dass die Patientin mit Medikamenten behandelt worden sei, die gleichzeitig gegen Corona und die Grippe effektiv seien. 

(dpa)

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