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RKI registriert 74 405 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 553,2

10:29
18.01.2022
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit einen neuen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 553,2 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 528,2 gelegen, vor einer Woche bei 387,9 (Vormonat: 306,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74 405 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.06 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 45 690 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 193 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 322 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8 074 527 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,17 an (Montag 3,14). Die Zahl der Genesenen wurde am Dienstagmorgen mit 7 050 100 angegeben. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115 842.

(dpa)

Corona-Protest im Zelt: Bürgermeister von Messina im Hungerstreik

09:51
18.01.2022
Der Bürgermeister der italienischen Stadt Messina ist aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung in einen Hungerstreik getreten. Cateno De Luca hatte schon am Wochenende ein Zelt im Hafen der sizilianischen Stadt aufgebaut, in dem er seitdem übernachtet.

Er will symbolisch die Straße von Messina blockieren, eine Meerenge zwischen Sizilien und dem italienischen Festland. Am Dienstagmorgen kündigte der 49-Jährige nun den Beginn des Hungerstreiks an, wie er auf Facebook mitteilte.

De Luca protestiert gegen den sogenannten Super Green Pass, also die 2G-Regel, wonach nur Geimpfte oder Genesene auf den Fähren oder mit Flugzeugen die Mittelmeerinsel erreichen oder verlassen können. Der Politiker behauptet, der Staat halte Sizilien «gefangen». Am Montag hatte er bereits seinen Rücktritt als Bürgermeister für Anfang Februar eingereicht.

Die Regierung in Rom hatte zum 10. Januar die strengeren Regeln erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und noch mehr Impfverweigerer zum Umdenken zu bringen. In Hotels, Kongresszentren, Restaurants, Skiliften und den Transportmitteln im Nah- und Fernverkehr gilt nun die 2G-Regel. Fast 80 Prozent der Italiener haben bislang eine vollständige Grundimmunisierung erhalten.

(dpa)

Trotz Pandemie: "Wir-haben-es-satt"-Demo mit bis zu 30 Traktoren

09:50
18.01.2022
Das Agrar-Bündnis «Wir haben es satt» will auch in diesem Jahr in Berlin für einen Systemwechsel in der Landwirtschaft demonstrieren - aufgrund der Corona-Pandemie geht das erneut nur in begrenztem Umfang.

Bis zu 30 Traktoren sollen am kommenden Samstag durch das Regierungsviertel fahren, wie das Bündnis am Dienstag mitteilte. Vertreter des Zusammenschlusses wollen ihre Forderungen anschließend an den neuen Landwirtschaftsminister, Cem Özdemir (Grüne), übergeben. Mit einer Videoaktion will das Bündnis zudem auf Missstände in der Ernährungsindustrie aufmerksam machen.

«Die vergangenen 16 Jahre Agrarpolitik waren geprägt von Stillstand und Reformstau», sagte Martin Hofstetter, Agrarexperte bei der Umweltorganisation Greenpeace, am Dienstag bei der Vorstellung der Pläne für das kommende Wochenende. Ottmar Ilchmann, konventioneller Landwirt bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft kritisierte eine «Klientelpolitik», die an den Interessen der bäuerlichen Betriebe vorbeigehe. «Wir brauchen keine kosmetischen Veränderungen, sondern wir brauchen einen Systemwechsel», betonte Ilchmann.

Hauptkritikpunkte des Bündnisses sind die Marktmacht der großen Einzelhandelsketten mit Preisen, die die Produktionskosten nicht deckten, sowie die Ausrichtung der deutschen und europäischen Agrarindustrie auf den Weltmarkt. Marita Wiggerthale von der Entwicklungsorganisation Oxfam forderte mehr politischen Druck auf die Händler. «Freiwillige Vereinbarungen reichen nicht aus.»

Träger des Bündnisses sind Vertreter ökologisch und konventionell wirtschaftender Bauern, Natur-, Umwelt- und Tierschutzverbände sowie kirchliche Hilfswerke. Die Kampagne organisiert bereits seit Jahren den «Wir-haben-es-satt»-Protestzug durch die Hauptstadt, stets im Rahmen der Grünen Woche in Berlin. Die Agrarmesse fällt 2022 coronabedingt aus.

(dpa)

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