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Holetschek will bundesweite Omikron-Regeln

06:00
04.01.2022
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erhofft von der Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag bundeseinheitliche Corona-Regeln, um «nicht blind in eine fünfte Welle zu laufen». Die Regierungschefs sollten am 7. Januar Maßnahmen beschließen, «mit denen wir der Omikron-Variante bundesweit Einhalt gebieten können», sagte Holetschek der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag). Die Staatsregierung werde dann prüfen, «an welchen Stellschrauben wir in Bayern noch drehen müssen und welche weiteren Maßnahmen wichtig und erforderlich sind».

Aufgrund der höheren Übertragbarkeit und der noch nicht ausreichenden wissenschaftlichen Daten zu Omikron sei Vorsicht geboten. Die Belastung des Gesundheitssystems sei immer noch hoch. Bei Omikron halte er «eine Verkürzung oder gar Befreiung von der Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen» für denkbar, sagte Holetschek. Zwischen Infektionsschutz und Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur sei abzuwägen. Es brauche aber aussagekräftige wissenschaftliche Daten, um entscheiden zu können.

(dpa)

Patientenschützer: Kürzere Quarantäne nur mit täglichen PCR-Tests

06:00
04.01.2022
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert engmaschige Corona-Labortests als Bedingung für eine mögliche Verkürzung von Quarantänezeiten in sensiblen Versorgungsbereichen. Für Krankenhäuser, Pflegeheime und Beschäftigte in der ambulanten Pflege müssten tägliche PCR-Tests angeordnet werden, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Ohne diese Vorschrift dürfe es dort keine Lockerung der Quarantäneregeln geben.

«Es braucht eine PCR-Test-Priorisierung für Berufe, die sich um Pflegebedürftige und Kranke kümmern», sagte Brysch. Reichten die Laborkapazitäten hierfür nicht aus, müssten andere PCR-Tests für Urlauber oder Freizeitvergnügen hinten anstehen. PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden, sind genauer als Corona-Schnelltests.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten wollen an diesem Freitag über Maßnahmen angesichts der Ausbreitung der neuen, ansteckenderen Virusvariante Omikron beraten. Im Gespräch sind auch verkürzte Quarantänezeiten insbesondere für Beschäftigte wichtiger Versorgungsbereiche, um zu viele Personalausfälle zu vermeiden.

(dpa)

Hunderte Corona-Fälle: Kreuzfahrtsaison in Brasilien unterbrochen

05:58
04.01.2022
Angesichts zahlreicher Corona-Fälle auf Schiffen wird der Kreuzfahrtbetrieb in Brasilien bis zum 21. Januar unterbrochen. Der brasilianische Ableger des Branchenverbands Clia verkündete die Entscheidung am Montag und betonte, diese sei freiwillig. Sie gelte ab sofort für neue Abfahrten - bereits fahrende Schiffe würden ihre Reisen wie geplant zu Ende führen. Der Verband werde versuchen, Differenzen mit den zuständigen Behörden über die Auslegung und Anwendung bereits vereinbarter Maßnahmen auszuräumen.

Wegen Corona-Fällen an Bord hatte die Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa nach eigenen Angaben den Abbruch zweier Kreuzfahrten angeordnet und dem Gesundheitsministerium die vorläufige Beendigung der Kreuzfahrtsaison empfohlen. Anvisa kündigte zudem Ermittlungen gegen die zwei in Brasilien tätigen Kreuzfahrtunternehmen - MSC Cruises aus der Schweiz und Costa Crociere aus Italien - wegen möglicher Nichteinhaltung von Gesundheitsvorschriften an.

In den neun Tagen vom 26. Dezember bis 3. Januar waren unter Passagieren und Crews der fünf Kreuzfahrtschiffe in Brasilien insgesamt 798 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie Anvisa mitteilte. In den 55 Tagen zuvor, seit Beginn der Saison am 1. November, seien es 31 Fälle gewesen. Die jüngsten Infektionsfälle seien zu 60 Prozent bei Besatzungsmitgliedern festgestellt worden.

Auch in anderen Teilen der Welt mussten zuletzt Schiffe wegen Corona-Fällen an Bord ihre Reisen unterbrechen - betroffen waren etwa Ozeankreuzer der Unternehmen Tui Cruises und Aida Cruises. Im mexikanischen Puerto Vallarta war zudem Passagieren eines Schiffes der Reederei Holland America Line wegen Corona-Fällen kurz vor Weihnachten nicht erlaubt worden, von Bord zu gehen. Wenige Tage später durften sie in einem anderen mexikanischen Hafen an Land gehen. Der internationale Verband Clia versichert, Kreuzfahrten seien dank strenger Gesundheitsvorschriften weiterhin sicher.

(dpa)

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