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Lindner: Deutschland sollte Bevölkerung in einem Monat impfen können

07:45
02.01.2022
Um in der Corona-Krise gewappnet zu sein, sollte Deutschland aus Sicht von Bundesfinanzminister Christian Lindner bei Bedarf innerhalb eines Monats die gesamte Bevölkerung impfen können. «Deutschland sollte nie wieder unvorbereitet von einer Infektionswelle überrascht werden», sagte der FDP-Chef der «Bild am Sonntag». Man wisse nicht, welche Entwicklung die Pandemie nehmen werde. «Deshalb sollten wir bald in der Lage sein, nötigenfalls binnen eines Monats die gesamte Bevölkerung zu impfen. Wir müssen die dafür notwendige Infrastruktur schaffen sowie uns Zugriff auf entsprechend viel Impfstoff sichern.»

Mit Blick auf die Ausbreitung der Corona-Variante Omikron rief Gesundheitsminister Karl Lauterbach Ungeimpfte auf, sich impfen zu lassen. «Die erste Impfung senkt bereits nach 14 Tagen das Sterberisiko drastisch. Ich appelliere an die Menschen: Lassen Sie sich impfen!», sagte der SPD-Politiker der «Bild am Sonntag». «Mit der Steigerung der Erstimpfungen können wir in der Omikron-Welle die Zahl der Corona-Toten wirksam senken.» Zwar zeigten Studien, dass sich Omikron wesentlich schneller verbreite als die Delta-Variante, aber auch etwas weniger schwere Fälle verursache. «Das ist aber keine Entwarnung für ältere Ungeimpfte», warnte Lauterbach.

Die Bundesregierung strebt an, dass bis Ende des Monats vier von fünf Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind. Derzeit liegt die Erstimpfungs-Quote bei etwas über 74 Prozent der Bevölkerung.

Zudem betonte Lauterbach die Bedeutung des Maskentragens. «Die Viruslast der Infizierten ist bei Omikron niedriger, deshalb wirken Masken besser. Wir sollten unbedingt bei Begegnungen mit anderen Menschen Maske tragen.» Das gelte insbesondere für den Unterricht. «Das konsequente Tragen der Masken in der Schule ist ein absolutes Muss für alle Klassen.»

(dpa)

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Samstag, 1. Januar

Coronafälle halten Kreuzfahrtschiff "Aida Nova" in Lissabon fest

13:18
01.01.2022
Knapp 3000 Kreuzfahrt-Passagiere unter anderem aus Deutschland haben die Silvesternacht wegen Corona ungeplant an Land in Lissabon verbringen müssen. Wegen mehrerer Dutzend Infektionsfälle bei der Besatzung verzögerte sich die Weiterfahrt des Kreuzfahrtschiffs «Aida Nova» im Hafen der portugiesischen Stadt bis ins neue Jahr. Die geplante Fahrt zum Betrachten des spektakulären Silvester-Feuerwerks über dem Hafen von Funchal auf der Atlantik-Insel Madeira fiel aus, was einigen Passagieren laut Berichten in den sozialen Netzwerken die Silvester- und Partylaune vermieste.

Man habe die positiven Coronafälle bei Routineprüfungen frühzeitig entdeckt und die Betroffenen in Abstimmung mit den Behörden in Lissabon an Land untergebracht, hieß es von Aida Cruises am Freitag in Rostock. Die Besatzungsmitglieder hätten lediglich milde Symptome und würden medizinisch betreut. Zuvor hatte «RTL.de» darüber berichtet.

Der Lissaboner Hafendirektor Diogo Vieira Branco sagte der staatlichen portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa, auf der «Aida Nova» seien 52 der 1353 Crewmitglieder positiv getestet worden. Sie alle seien in Hotels in Lissabon untergebracht worden, wo sie die vorgeschriebene Isolation absolvieren sollten. Auf dem Schiff seien 2844 Touristen, unter denen es keinen positiven Fall gebe, wurde der Hafenkommandant am späten Freitagabend von Lusa zitiert.

Die portugiesischen Behörden erteilten der «Aida Nova» nach diesen Angaben ungeachtet der ausgedünnten Besatzung inzwischen eine Auslaufgenehmigung. Wann das Schiff seine Reise zu den Kanarischen Inseln fortsetzen wird, war laut Aida Cruises aber noch nicht klar. Man warte auf die Anreise wichtiger Crewmitglieder und prüfe verschiedene Reiseoptionen, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Die Kreuzfahrtgäste dürfen das Schiff den Angaben zufolge jedoch ohne Einschränkungen verlassen.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass alle Passagiere ab dem 12. Lebensjahr und die Besatzung geimpft seien und vor dem Fahrtantritt sowohl ein Antigen- als auch ein PCR-Test durchgeführt werden müssten.

(dpa)

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