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Lucha rechnet mit weiteren Corona-Toten in Pflegeheimen

12:59
17.01.2022
Gesundheitsminister Manne Lucha rechnet mit weiteren Corona-Toten in Pflegeheimen im Land. Solange es noch keine allgemeine Impfpflicht gäbe, würden sich einzelne Ausbrüche nicht komplett verhindern lassen, sagte der Grünen-Politiker am Montag in einer Sondersitzung des Sozialausschusses des Landtags. Trotz wohl milderer Verläufe der Omikron-Variante werde es auch zu weiteren Todesfällen kommen. Lucha rief in dem Zusammenhang erneut zur Impfung auf. Wenn Betreuer und Bewohner sich aber gegen eine Impfung entscheiden würden, sei das leider hinzunehmen, sagte der Minister. Es mangele nicht am Angebot.

Die Impfquote hänge auch von der Binnendynamik in den Einrichtungen ab, sagte Lucha. Einige wenige Impfskeptiker in einem Heim könnten die Belegschaft aufwiegeln und Zweifel an der Impfung streuen.

Bei einem Corona-Ausbruch in einem Rastatter Pflegeheim waren vor kurzem 13 Menschen gestorben. Keiner von ihnen hatte laut Landratsamt eine Auffrischungsimpfung. In Gaggenau war ein Bewohner an oder in Verbindung mit dem Virus gestorben.

(dpa)

Etwa 24 000 Menschen wegen Corona-Politik im Südwesten auf der Straße

12:58
17.01.2022
Am Wochenende haben in Baden-Württemberg erneut zahlreiche Menschen gegen staatliche Corona-Maßnahmen protestiert - zudem gab es vier Gegendemonstrationen. Wie Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Montag in Stuttgart mitteilte, gingen am Samstag und Sonntag etwa 23 700 Menschen auf die Straße. Die Polizei war mit 1700 Beamtinnen und Beamten bei 44 Versammlungen im Einsatz. Es sei überall weitgehend friedlich geblieben, hieß es. Für Montagabend waren wieder Versammlungen geplant, unter anderem stellte sich die Polizei auf Aktionen von Kritikern der staatlich verfügten Corona-Einschränkungen in Karlsruhe, Freiburg, Ravensburg und Mannheim ein.

Die meisten Menschen versammelten sich am Samstag in Freiburg, bei 18 Treffen kamen etwa 6000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Bei einer Gegendemo machten 2500 Menschen mit. In Reutlingen protestierten etwa 2500 Gegner der Corona-Maßnahmen. Nach Ende der Veranstaltung ließen einige Teilnehmer Böller krachen, ein Polizist erlitt dabei ein Knalltrauma. In Ravensburg demonstrierten 1800 Menschen. Am Sonntag kamen dann noch mal Menschen in elf Städten und Gemeinden im Südwesten zu Protesten zusammen - die größte Demo gab es in Baden-Baden mit 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Seit Wochen gehen Gegner der Corona-Politik vielerorts auf die Straße. Nicht immer kündigen sie die Demonstrationen an. Am Montag der vergangenen Woche waren mehr als 50 000 Menschen unterwegs, um ihre Meinung zur Corona-Politik kundzutun. Zahlreiche Städte haben unangemeldete Proteste, die auch als «Spaziergänge» bekannt geworden sind, untersagt.

(dpa)

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