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Djokovic nach verlorenem Gerichtsfall: «Extrem enttäuscht»

08:43
16.01.2022
Der serbische Tennisstar Novak Djokovic zieht nach dem Urteil des Bundesgerichts von Australien offenbar keine weiteren juristischen Schritte in Erwägung. Er respektiere die Entscheidung des Gerichts und werde mit den entsprechenden Autoritäten kooperieren, was seine Abreise aus Australien betreffe, teilte der Weltranglisten-Erste in einer Stellungnahme mit, aus der am Sonntag mehrere Medien zitierten.

Kurz zuvor hatte das Bundesgericht den Einspruch des serbischen Tennisprofis gegen seine verweigerte Einreise und die Annullierung des Visums abgelehnt. Damit darf der Titelverteidiger und Rekordsieger nicht an den am Montag beginnenden Australian Open in Melbourne teilnehmen und muss ausreisen.

«Ich bin extrem enttäuscht über die Entscheidung», teilte Djokovic mit. Der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger hat die Australian Open bereits neunmal gewonnen. «Ich fühle mich unwohl, dass ich der Fokus der vergangenen Wochen gewesen bin, und ich hoffe, dass wir uns nun alle auf das Spiel und das Turnier, das ich liebe, konzentrieren können», so Djokovic. Er werde sich nun ein bisschen Zeit nehmen, sich zu erholen, bevor er darüber hinaus weitere Kommentare abgebe.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur AAP zufolge wäre eine Berufung vor dem High Court, dem höchsten Gericht Australiens, möglich gewesen. Die Erfolgschancen waren aber ohnehin gering.

(dpa)

Bundesgericht entscheidet: Djokovic darf nicht in Australien bleiben

08:42
16.01.2022
Novak Djokovic darf nicht an den Australian Open teilnehmen und muss ausreisen. Wie das Bundesgericht in Australien am Sonntag entschied, wurde der Einspruch des serbischen Tennisprofis gegen seine verweigerte Einreise und die Annullierung des Visums abgelehnt.

(dpa)

Im Falle des Siegs vor Gericht: Djokovic in der Nightsession

08:42
16.01.2022
Sollte Novak Djokovic vor dem Gericht in Australien gegen die erneute Annullierung seines Visums Erfolg haben, würde der Titelverteidiger am Montagabend bei den Australian Open antreten. Das geht aus dem Spielplan hervor, den die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in Melbourne am Sonntag vor dem Gerichtsurteil im Visumsfall des serbischen Tennisprofis bekanntgaben. Djokovic würde im zweiten Spiel der Nightsession (2. Spiel nach 9.00 Uhr deutscher Zeit) in der Rod-Laver-Arena auf seinen Landsmann Miomir Kecmanovic treffen.

Sollte der neunmalige Sieger der Australian Open vor Gericht verlieren und das Land verlassen müssen, würde ein Lucky Loser auf seinen Platz im Tableau rücken - also ein Spieler, der in der Qualifikation eigentlich verloren hatte. Der Weltranglistenerste Djokovic ist Titelverteidiger und an Nummer eins gesetzt.

Für den Tennisstar ging es vor dem Bundesgericht darum, seine Ausweisung abzuwenden. Das Visum des ungeimpften Djokovic war am Freitag in einer persönlichen Entscheidung von Einwanderungsminister Alex Hawke ein zweites Mal für ungültig erklärt worden. Djokovic ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und deswegen eine umstrittene Person in dem Land, das seit Beginn der Pandemie harte Regeln aufgestellt hat.

Angeführt von Olympiasieger Alexander Zverev bestreiten am Montag insgesamt acht deutsche Tennisspieler und Tennisspielerinnen bei den Australian Open ihre Erstrundenpartien. Der Weltranglisten-Dritte Zverev bekommt es in der Margaret Court Arena (9.00 Uhr deutscher Zeit) im deutschen Duell mit Daniel Altmaier zu tun. Zudem spielen Oscar Otte, Dominik Koepfer, Peter Gojowczyk und Yannick Hanfmann sowie bei den Damen Tatjana Maria und Andrea Petkovic am ersten Turniertag.

Die frühere Turniersiegerin Angelique Kerber steigt wie Jan-Lennard Struff, Philipp Kohlschreiber und Maximilian Marterer am Dienstag ins Spielgeschehen ein.

(dpa)

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