Letztes Update:
20220116082937

Corona-Pandemie führt zu Engpässen bei Tierimpfstoffen

07:45
16.01.2022
Probleme bei Lieferketten und eine starke Nachfrage nach Haustieren: Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beklagen Experten einen Mangel an Tierimpfstoffen. «Seit letztem Jahr kommt es immer wieder zu Engpässen», sagte Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbands praktizierender Tierärzte in Frankfurt. Zu Zeit seien vor allem die Vakzine für Katzen, aber auch für Kaninchen betroffen. «Für Tierhalter bleibt nur die Absprache mit dem Haustierarzt und informiert zu werden, sobald wieder Impfstoff da ist.»

In der Tat seien Impfstoffe für einzelne Tierarten wie Katzen derzeit auf dem deutschen Markt nur eingeschränkt verfügbar, heißt es auch beim Hersteller Boehringer Ingelheim. «Dies betrifft leider auch vorübergehend einige unserer Produkte», erklärte eine Sprecherin. So sei die Lieferfähigkeit für einige dieser Impfstoffe durch die globale Corona-Pandemie indirekt beeinträchtigt. «Die Pandemie und die Maßnahmen, die wir zum Schutz unserer Mitarbeitenden getroffen haben, wirken sich auf unsere Lieferkette aus.»

Eine weitere Ursache sei die gestiegene Nachfrage nach Haustieren während der Corona-Zeit, die wiederum mit einem erhöhten Bedarf an Impfstoffen einhergehe. Der könne derzeit nicht vollständig abgedeckt werden, heißt es bei dem Pharmakonzern. So seien Anpassungen der Produktionsmenge von Impfstoffen «aufgrund der komplexen Natur biologischer Produkte und des streng regulierten Umfelds nur mit deutlicher Zeitverzögerung möglich». Den Angaben zufolge wurde die Lieferfähigkeit der betroffenen Katzenimpfstoffe in den vergangenen Wochen aber bereits schrittweise verbessert.

Boehringer Ingelheim produziert Impfstoffe für Hunde, Katzen und Pferde sowie Nutztiere. Die aktuellen Lieferengpässe betreffen laut dem Konzern vor allem Impfstoffe für Kleintiere.

(dpa)

Handballer trotz Corona-Fall zuversichtlich

07:44
16.01.2022
Die deutschen Handballer befinden sich bei der EM auf Kurs Hauptrunde. Auf dem Weg dorthin wollen sie sich weder von Österreich noch von den Corona-Sorgen um den positiv getesteten Julius Kühn stoppen lassen.

Die Nachricht vom positiv auf das Coronavirus getesteten Julius Kühn kam zur Unzeit. Doch trotz des Ausfalls des Rückraumspielers vom Bundesligisten MT Melsungen wollen Deutschlands Handballer im zweiten Vorrundenduell bei der Europameisterschaft gegen Österreich den zweiten Erfolg landen. Jetzt erst recht, lautet das Motto der DHB-Auswahl, die als Favorit in die Partie an diesem Sonntag (18.00 Uhr/ARD) in Bratislava geht. «Wir müssen voll fokussiert bleiben», forderte Bundestrainer Alfred Gislason. «Wir haben zwei Punkte - und mit zwei Punkten kann man auch rausfliegen.» Kapitän Johannes Golla appellierte: «Wir müssen von Beginn an voll da sein.»

Corona-Sorgen: Kühn fällt nach seiner Infizierung für den Rest der Vorrunde aus. Eine schwere Hypothek, gehörte der Europameister von 2016 beim 33:29-Auftaktsieg gegen Belarus doch zu den besten Spielern im deutschen Team. Kühn war am Samstagmorgen positiv getestet worden. Der 28-Jährige ist nach Verbandsangaben zwar symptomfrei, muss aber gemäß den EM-Regeln mindestens fünf Tage pausieren. Nach Bekanntwerden des Ergebnisses hat er sich in Isolation begeben, seine bislang nicht infizierten Teamkollegen müssen sich am Sonntagvormittag erneut testen lassen. «Wir hoffen, dass Julius jetzt nicht noch erkrankt», sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. Möglicherweise muss Kühn in ein Quarantäne-Hotel umziehen.

Der Gegner: Die Österreicher unterlagen zum Auftakt gegen Polen und haben damit den größeren Druck. «Sie stehen mit dem Rücken schon zur Wand», sagte Kromer. Vor einem Jahr landete das deutsche Team in zwei Testspielen kurz vor der WM jeweils klare Siege. Gislason warnte dennoch vor dem Rivalen, bei dem Rückraum-Ass Nikola Bilyk vom deutschen Rekordmeister THW Kiel der bekannteste Spieler ist. «Er ist ein absoluter Weltklassespieler», sagte der Bundestrainer.

Die Torhüter: Anders als gegen Belarus dürfte Andreas Wolff wohl im deutschen Tor beginnen. Das Experiment, EM-Debütant Till Klimpke in die Startformation zu beordern und den Europameister von 2016 zunächst auf der Bank zu lassen, hatte Gislason im Auftaktspiel schon nach gut zehn Minuten abgebrochen. Eine Wiederholung schloss der Bundestrainer im weiteren Turnierverlauf zwar nicht aus, «aber vielleicht nicht gegen Österreich».

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden