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Hohe Corona-Zahlen: Nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Stuttgart

19:30
15.01.2022
Wegen gestiegener Corona-Zahlen gelten in der Landeshauptstadt Stuttgart ab diesem Sonntag (00.00 Uhr) erneut nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Nicht-Immunisierte. Sie sind zwischen 21.00 und 5.00 Uhr in Kraft, wie die Stadt am Samstagabend mitteilte. Hintergrund ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Stuttgart zum zweiten Mal in Folge über dem Schwellenwert von 500 liegt. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

Die Ausgangsbeschränkungen gelten den Angaben zufolge für Menschen, die weder gegen das Coronavirus geimpft noch genesen sind. Sie dürfen sich nachts nur noch «bei Vorliegen eines triftigen Grundes» außerhalb ihrer Wohnung oder Unterkunft aufhalten. Dies ist zum Beispiel der Besuch von Ehe- oder Lebenspartnern, die medizinische Versorgung, die Ausübung eines Berufs oder eines Ehrenamts, etwa bei der Feuerwehr, oder die alleinige Ausübung von Sport im Freien.

Auch in mehreren anderen Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg gibt es wegen des Überschreitens der 500er-Schwelle nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Gemäß der Corona-Verordnung des Landes sind dann in der betroffenen Region schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie nötig, bis die Zahlen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Grenzwert liegen.

(dpa/lsw)

Lichterkette für Corona-Schutzmaßnahmen in Karlsruhe

19:30
15.01.2022
Rund 1000 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen haben am Samstag mit einer Lichterkette dazu aufgerufen, Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten und für das Impfen geworben. Mit der Veranstaltung auf Initiative des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) wollten Karlsruher Rettungs- und Sanitätsdienst-Organisationen, Ärzte, Apotheker, Pflegekräfte und Labormitarbeiter auch auf die Belastung im Gesundheitswesen hinweisen. Um 18.00 Uhr blinkten etwa 60 Blaulicht-Fahrzeuge drei Minuten lang - so lange, wie man laut Veranstalter etwa braucht, um Schutzkleidung anzulegen.

Christoph Nießner, Arzt und Vorsitzender des ASB Karlsruhe sagte: «Wir Betroffene im Gesundheitswesen haben uns bislang mit einer Stellungnahme sehr zurückgehalten. Nun wollen wir unsere Stimme erheben und den Bürgerinnen und Bürgern aufzeigen, wo unsere Probleme in der derzeitigen Pandemie liegen.» So nähmen Mitarbeiter große persönliche Einschränkungen in Kauf, arbeiteten kräftezehrend vielfach unter Vollschutz, seien vermehrt mit Reinigungsaufgaben beschäftigt und dadurch gebunden. Quarantäneanordnungen reduzierten zudem die Zahl an Helfern. Die Versorgung von Corona-Patienten gelinge nur bei Einschränkung der normalen Arbeiten, so Nießner. Rettungsfahrzeuge müssten nach entsprechenden Transporten aufwendig gereinigt werden und fielen während dieser Zeit für die Notfallrettung aus.

(dpa/lsw)

Wirte in Niederlanden öffnen trotz Gastronomie-Lockdown

18:28
15.01.2022
Nahezu überall in den Niederlanden haben sich Gaststätten-Betreiber am Samstag für einige Stunden über Corona-Vorschriften hinweggesetzt und ihre Kneipen, Cafés und Restaurants geöffnet. Damit protestierten die Wirte dagegen, dass ihre Branche von der Aufhebung des wochenlangen, landesweiten Lockdowns vorerst ausgeschlossen ist.

Vielerorts sei die einmalige Aktion mit Zustimmung der Gemeindeverwaltungen erfolgt, berichtete die Nachrichtenagentur ANP. Die Reaktionen beim Publikum waren demnach positiv. «Die Gastronomie kontrolliert wieder zu öffnen, scheint mir besser zu sein, als dass jeder bei sich zu Hause Partys feiert», zitierte sie den Besucher eines Studentencafés in Zwolle.

In Utrecht versprach Bürgermeisterin Sharon Dijksma, sich weiter für Lockerungen der Corona-Vorschriften für Gaststätten einzusetzen. In der Kleinstadt Valkenburg reagierte Bürgermeister Daan Prevoo auf eine ähnliche Aktion bereits am Freitag, indem er sie als erlaubte Demonstration einstufte. «Demonstrieren ist ein Grundrecht», sagte er dem TV-Sender WNL. Daher werde die Polizei nicht eingreifen.

Nach fast vier Wochen hatte die Regierung in Den Haag - unter starkem Druck von Unternehmern - den strengen Corona-Lockdown am Freitag teilweise aufgehoben. Geschäfte, Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen dürfen seit Samstag wieder öffnen. Jedoch müssen Gaststätten, Museen, Theater und Kinos geschlossen bleiben. Angesichts dramatisch gestiegener Infektionszahlen könne der Lockdown noch nicht überall beendet werden, erklärte Ministerpräsident Mark Rutte dazu. «Alles zugleich geht nicht, das Risiko ist zu groß.» Ende des Monats werde es möglicherweise weitere Lockerungen geben.

(dpa)

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