Die verschlechterte Corona-Lage sorgt auf der Nordatlantik-Insel Island dafür, dass die Beschränkungen nochmals verschärft werden. Nur noch maximal zehn Menschen dürfen sich am selben Ort versammeln, zuvor hatte diese Zahl bei 20 gelegen. Veranstaltungsorte, die keine Restaurants sind, werden geschlossen. Events, auf denen Teilnehmer mit vorab gemachten Schnelltests eingelassen werden, sind nicht länger erlaubt. Gelten wird all das zunächst bis zum 2. Februar, wie die isländische Regierung nach Beratungen am Freitag bekanntgab. Das Gesundheitssystem sei so stark belastet, dass man keine andere Wahl habe, sagte Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir.
Erst in dieser Woche waren die seit kurz vor Weihnachten geltenden Corona-Beschränkungen auf der Insel um drei Wochen verlängert worden. Dazu zählte auch, dass Restaurants um 22.00 Uhr schließen müssen. Fitnessstudios und Schwimmbäder dürfen nur noch die Hälfte der maximal zulässigen Auslastung erreichen.
Island mit seinen rund 360 000 Einwohnern muss derzeit mit rekordhohen Neuinfektionszahlen fertig werden. Fast 10 000 Menschen befinden sich nach Infektionen in Isolation, über 11 000 weitere in Quarantäne.