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20220113130824

Lauterbach wirbt für Booster-Impfungen gegen Omikron-Welle

13:07
13.01.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts stark zunehmender Corona-Infektionen eindringlich zu weiteren Impfungen aufgerufen. Für jeden, der eine Booster-Impfung möchte, stehe der Impfstoff zur Verfügung, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bundestag. «Durch diese Kampagne kann es gelingen, aus der Wand der Omikron-Welle einen steilen Hügel zu machen oder zumindest die Höhe der Wand zu begrenzen.» In beiden Fällen rette dies Menschenleben und helfe, das Gesundheitssystem zu schützen, so dass etwa auch Krebs- und Herzpatienten immer gut versorgt würden.

Lauterbach warb erneut auch für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. Dies sei «der sicherste und schnellste Weg aus der Pandemie heraus.» Langfristig sei dies nur möglich, «wenn der allergrößte Teil der Bevölkerung so geimpft ist, dass schwere Verläufe auch mit neuen Varianten des Coronavirus nicht mehr erwartet werden können.» Denn es müsse auch in Zukunft mit gefährlichen und besonders ansteckenden Varianten gerechnet werden. Daher solle eine Impfpflicht eingeführt werden - gründlich, aber zeitlich so, dass nicht ein viertes Pandemie-Jahr so eröffnet werden müsse wie jetzt.

(dpa)

WHO-Ausschuss erörtert Verlängerung des Corona-Gesundheitsnotstands

11:56
13.01.2022
Ein Rat unabhängiger Experten hat bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf am Donnerstag Beratungen über den wegen Corona geltenden Gesundheitsnotstand aufgenommen. Frage ist, ob die Corona-Lage weiterhin als Notstand - genannt «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» - gelten soll oder nicht. Expertinnen rechneten nicht mit einer Änderung. Aus der WHO hieß es am Donnerstag, dass das Ergebnis der Beratungen aller Voraussicht nach erst am Montag bekanntgegeben wird.

Die Ausrufung einer Notlage ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Sie soll den Fokus der Weltgemeinschaft auf ein gefährliches Problem lenken und Regierungen anspornen, Maßnahmen zu ergreifen. Ob der Ausschuss empfiehlt, die Notlage für beendet zu erklären oder nicht: Praktisch hätte das kaum Konsequenzen, weil Regierungen eigenständig über Maßnahmen entscheiden. Experten sind jedoch besorgt, dass eine Beendigung ein falsches Signal senden könnte. 

(dpa)

Ministerin: Bei Testknappheit dürfen Schüler nicht Nachsehen haben

11:21
13.01.2022
Nach Meldungen über knapper werdende Testkapazitäten hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger gefordert, Schulen besonders zu berücksichtigen. «Schulen gehören zur kritischen Infrastruktur und falls Testkapazitäten knapp werden, dann dürfen Schülerinnen und Schüler nicht das Nachsehen haben in unserem Land», sagte die FDP-Politikerin am Donnerstag im Bundestag bei der Debatte über die geplante Bildungspolitik der Ampel-Koalition. Deshalb müsse die Schule mindestens den Rang von Kultureinrichtungen bekommen in der kritischen Infrastruktur, fügte sie hinzu. Das Bildungsministerium teilte auf Nachfrage mit, dass es sich in der Koalition dafür einsetze und Gespräche darüber liefen.

Die Medizinlabore in Deutschland nähern sich nach Angaben des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin wegen der hohen Infektionszahlen den Grenzen ihrer Auslastung. Diskutiert wird bereits über eine Priorisierung bei PCR-Tests. «Da haben Beschäftigte in der kritischen Infrastruktur Vorrang», sagte der Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag). Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sprach sich im RBB-Inforadio dafür aus, PCR-Tests für wichtige medizinische Diagnostik von Schwersterkrankten und für das Personal der kritischen Infrastruktur priorisiert bereitzuhalten. 

(dpa)

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