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Gegen Kamera geschlagen: Angriff auf Journalistin bei Versammlung

16:31
11.01.2022
Weil er eine Journalistin angegriffen haben soll, ist ein Teilnehmer einer Versammlung von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen in Friedrichshafen vorläufig festgenommen worden. Nach Polizeiangaben vom Dienstag soll der Mann am Vorabend gegen die Kamera der Pressefotografin geschlagen haben, um Aufnahmen zu verhindern. Dann habe der 39-Jährige versucht, der Frau das Gerät zu entreißen. Polizisten gingen schließlich dazwischen.

Weil er eine Plastik-Spielzeugmaske trug, muss der Mann nicht nur wegen des mutmaßlichen Angriffs sondern auch wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz mit einer Anzeige rechnen.

(dpa)

Prozessauftakt gegen IS-Rückkehrerin wegen Corona-Verdachts verschoben

16:30
11.01.2022
Wegen eines Corona-Verdachtsfalls hat das Hanseatische Oberlandesgericht einen für Mittwoch geplanten Prozessauftakt gegen eine IS-Rückkehrerin verschoben. Sofern der Test negativ ausfalle, werde das Verfahren einen Tag später beginnen, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag in Hamburg mit. Voraussichtlich werde aber erst am Donnerstagvormittag feststehen, ob wie nun vorgesehen ab 13.00 Uhr verhandelt werden könne.

Angeklagt ist eine 44-Jährige aus Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein. Die Deutsche muss sich wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vor dem Staatsschutzsenat verantworten. Sie soll im Sommer 2016 mit ihrem damals 13-jährigen Sohn nach Syrien gereist und sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Knapp zwei Jahre später kam der Sohn bei einem Bombenangriff ums Leben. Der Familienvater soll bereits 2015 als Kämpfer zum IS in Syrien gegangen sein.

(dpa)

USA: So viele Covid-19-Patienten in Krankenhäusern wie nie zuvor

16:30
11.01.2022
In der Coronavirus-Pandemie sind in den USA so viele Patienten mit Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern wie nie zuvor. Nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Dienstag belegten sie knapp 146 000 Krankenhausbetten landesweit - mehr als jedes fünfte verfügbare Bett in dem Land. Insgesamt sind derzeit fast 78 Prozent aller Krankenhausbetten belegt. Zuvor lag der Höchststand bei Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Berichten von US-Medien vor knapp einem Jahr bei rund 142 000. Der Rekord wird auch auf die rasante Verbreitung der Omikron-Variante zurückgeführt.

Eng wird es auch auf den Intensivstationen in den USA: Dort sind inzwischen mehr als 80 Prozent der fast 81 000 Betten besetzt. Knapp 24 000 dieser Betten belegen Covid-19-Patienten.

Die Direktorin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte am Dienstag bei einer Anhörung des Senats, die Omikron-Variante «treibt die Fallzahlen hier in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt in nie dagewesene Höhen». Der Immunologe und Präsidenten-Berater Anthony Fauci unterstrich die Bedeutung von Impfungen für den Schutz vor Covid-19-Erkrankungen.

Nach den jüngsten Sieben-Tages-Daten des Gesundheitsministeriums vom vergangenen Freitag haben die Einlieferungen in Krankenhäuser binnen einer Woche um mehr als 60 Prozent auf 115 000 zugenommen. Die Zahl der Toten innerhalb von sieben Tagen stieg auf mehr als 8700 (plus 14,4 Prozent). In diesem Zeitraum wurden mehr als 4,1 Millionen neue Coronavirus-Infektionen in den Vereinigten Staaten festgestellt, was einer Zunajhme von mehr als 85 Prozent entspricht.

Nach Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) hat auch die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen in den USA einen neuen Höchststand erreicht. Mit 1,484 Millionen neuen Fällen am Montag meldeten die Behörden demnach rund 313 000 mehr als beim bisherigen Rekordwert vor genau einer Woche. Die Daten vom Montag galten jedoch wegen Nachmeldungen vom Wochenende als verzerrt und waren daher nur begrenzt mit anderen Wochentagen vergleichbar.

In dem Land mit 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang mehr als 61,5 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 839 000 Infizierte starben. 62,6 Prozent der Bevölkerung gelten laut CDC als vollständig geimpft, 36,5 Prozent haben bislang eine Auffrischungsimpfung erhalten.

(dpa)

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