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20220111135127

Bundestag konkretisiert Pläne für schärfere Corona-Vorgaben

13:48
11.01.2022
Ungeimpfte Bundestagsabgeordnete sollen auch weiterhin im Plenarsaal an Debatten teilnehmen können und auch an Ausschusssitzungen, sofern sie genesen sind. Die Bundestagsverwaltung hat am Dienstag die geplanten verschärften Corona-Regeln im Parlament konkretisiert. Der Direktor beim Deutschen Bundestag, Lorenz Müller, stellte in einer Email klar, dass auch Genesene ohne Impfung als «grundimmunisiert» gelten und damit weiterhin Zugang haben sollen. Der Genesenstatus gilt für maximal sechs Monate, danach sei «eine Impfung erforderlich, um weiterhin als grundimmunisiert zu gelten», heißt es in dem Schreiben weiter. Die Email liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

In einer früheren Mail hatte Müller eine neue Allgemeinverfügung der Bundestagspräsidentin angekündigt, die unter anderem vorsehe, dass künftig nur noch doppelt Geimpfte oder Genesene mit mindestens einer Impfung Zugang zum Plenarsaal und zu den Ausschusssälen hätten. Zusätzlich soll ein negativer Test nötig sein, ausgenommen vom Zusatztest sind «Geboosterte» oder Genesene mit zwei Impfungen. Die Pläne hatten innerhalb der AfD-Fraktion Diskussionen und Kritik ausgelöst.

Die neuen Regeln sehen außerdem vor, dass Abgeordnete, die weder geimpft noch genesen sind, die Sitzungen nur noch mit negativem Schnelltest von der Tribüne aus verfolgen dürfen. Ohne Test soll es keinen Zutritt mehr geben. In vergangenen Bundestagssitzungen waren vorrangig AfD-Abgeordnete auf der Tribüne vertreten. Zudem müssen ab sofort in allen Gebäuden des Bundestags FFP2-Masken getragen werden.

(dpa)

Karneval der Kulturen in Berlin fällt auch 2022 aus

13:48
11.01.2022
Der Berliner Karneval der Kulturen fällt auch in diesem Jahr wegen der Pandemie aus. Normalerweise feiern dann Hunderttausende Menschen auf den Straßen der Hauptstadt. Bereits zum dritten Mal wird die Veranstaltung nun abgesagt. «Die Chancen auf eine pandemiekonforme Austragung zu Pfingsten, ob zentral oder dezentral, schätzen die Verantwortlichen aller Fachrichtungen eher schlecht ein», teilten die Organisatoren am Dienstag mit.

Bereits 2020 war der Karneval der Kulturen, ein buntes interkulturelles Fest mit Umzug, ausgefallen. 2021 hofften die Veranstalter noch, kleinere Veranstaltungen als Ersatz anbieten zu können, aber auch das Modell wurde schließlich abgesagt.

Dieses Jahr solle nun genutzt werden, um das Konzept des Karnevals zu überdenken, hieß es. Es solle eine «neue Vision» entwickelt werden. Ein Sprecher des Berliner Kultursenators Klaus Lederer (Linke) bestätigte die Angaben. Es stimme, dass über eine Neuausrichtung gemeinsam beraten werde.

«Covid-19 hat das Leben und die Gesellschaft verändert und auch Berlin ist eine andere Stadt als vor 25 Jahren», hieß es in der Mitteilung der Veranstalter. Diese Aspekte müssten bei einer Neuausrichtung in die Diskussion einfließen.

(dpa)

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