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Rossmann vergrößert sich weiter - Dickes Umsatzplus in Pandemie

13:46
11.01.2022
Die Drogeriemarktkette Rossmann hat ihr Geschäft auch im zweiten Corona-Jahr deutlich ausweiten können. Entgegen den heftigen Problemen vieler anderer Einzelhändler erhöhte der Konzern aus Burgwedel bei Hannover seinen Umsatz um 8,1 Prozent auf rund 11,1 Milliarden Euro. Dies teilte die Firma von Dirk Roßmann, der sich im Herbst aus der aktiven Leitung zurückgezogen hatte, am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Sie profitierte weiter von ihrer steigenden Verbreitung acht Ländern Europas. Angaben zum Gewinn machte das Familienunternehmen nicht.

Drogerien wurden in Deutschland im ersten Jahr der Pandemie - wie Supermärkte - zu den systemrelevanten Bereichen gezählt, die auch in Lockdown-Phasen geöffnet bleiben durften. Das trug dazu bei, dass Rossmann schon 2020 bei den Erlösen um 3,5 Prozent zulegen konnte, während zahlreiche kleinere Einzelhändler oder Betriebe mit anderen Sortimenten unter Druck gerieten.

Der Konkurrent von dm und Müller hat derzeit 56 500 Beschäftigte sowie fast 4400 Filialen. Dabei bleibt für Rossmann die Bundesrepublik mit einem Umsatzanteil von rund 7,9 Milliarden Euro und 34 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die mit Abstand wichtigste Region. In Spanien, der Türkei sowie in den osteuropäischen Märkten Polen, Tschechien, Ungarn, Albanien und Kosovo erlöste Rossmann zuletzt insgesamt etwa 3,2 Milliarden Euro.

Die Gruppe hat in mehreren Schüben neue Standorte eröffnet. 2022 sollen 200 hinzukommen, darunter 70 in Deutschland.

Rossmann baut auch seine Online-Sparte aus. Die Umsätze dort verdoppelten sich in den vergangenen zwei Jahren. Anders sah es bis Anfang 2021 zunächst beim Ergebnis aus. «Wir machen hier noch Verluste - keine hohen zwar, und wir bauen das weiter aus, sind aber vorsichtig», sagte Dirk Roßmann der Deutschen Presse-Agentur im Frühjahr. Manche der im Netz verkauften Produkte rechneten sich in größeren Mengen vorerst nicht. «Man braucht also eine Mischung, die in stationären Läden durch Mitnahmeartikel gegeben ist.»

(dpa)

Bulgariens Staatsführung in Corona-Quarantäne

13:45
11.01.2022
In Bulgarien hat sich die gesamte Staatsführung vorsorglich in Corona-Quarantäne begeben. Das betrifft sowohl Staatschef Rumen Radew als auch Regierungschef Kiril Petkow, die Wirtschaftsministerin und alle weiteren Partei- und Fraktionschefs sowie den Innenminister. Grund dafür ist eine Corona-Infektion des Parlamentspräsidenten Nikola Mintschew, wie der Hauptgesundheitsinspektor am Dienstag mitteilte. Mintschew hatte am Montag an einer fast sechsstündigen Beratung mit den genannten Politikern zu Nordmazedonien teilgenommen. Wie lange die einzelnen Kontaktpersonen isoliert bleiben müssen, sollte noch vom Gesundheitsamt festgelegt werden. Dafür wurde der Impfstatus der Betroffenen geprüft.

Bulgarien wird seit Jahresbeginn von einer fünften Corona-Welle des Coronavirus, angetrieben von der Omikron-Variante, überrollt. Die Fallzahlen gehen wieder schnell nach oben. Am Montag wurden 6761 Neuinfektionen bei einer Einwohnerzahl von 6,5 Millionen nachgewiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 517,9 Neuansteckungen pro 100 000 Menschen binnen einer Woche. Vor zwei Wochen lag dieser Kennwert noch bei 133,5.

Bulgarien ist in puncto Corona-Impfungen weiter EU-Schlusslicht: Lediglich 28,1 Prozent der Bevölkerung haben die zumeist notwendigen zwei Impfdosen verabreicht bekommen. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung erhielten nur 5,5 Prozent.

(dpa)

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