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Ungeimpfte Snowboard-Olympiasiegerin tritt dreiwöchige Quarantäne an

11:00
11.01.2022
Die Schweizer Snowboarderin Patrizia Kummer wird schon diese Woche nach China reisen und sich im Vorfeld der Olympischen Winterspiele dort in eine 21-tägige Quarantäne begeben. Die 34-Jährige hat sich aus persönlichen Gründen bislang nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Für eine Teilnahme an den Spielen vom 4. bis 20. Februar ist die Isolation vorab für sie daher erforderlich.

«Ich respektiere die Regelungen der Behörden und des IOC», sagte Kummer, die bei den Winterspielen im russischen Sotschi 2014 Gold im Parallel-Riesenslalom gewonnen hat. «Nun möchte ich mich komplett auf meine sportlichen Ziele an den Olympischen Spielen in Peking konzentrieren - alles andere kann ich nicht beeinflussen.»

Kummer hat die nationale Norm für das Event in China im Laufe dieser Saison bereits geknackt. Ob sie einen der Startplätze des Schweizer Teams erhält, steht aber noch nicht fest. Die Nominierungen sollen erst nach den Snowboard-Weltcups in Bad Gastein an diesem Dienstag und in Simonhöhe (beides Österreich) am kommenden Freitag erfolgen.

(dpa)

Grünen-Experte warnt Union vor Parteitaktik bei Impfpflicht

10:54
11.01.2022
In der Debatte um eine allgemeine Corona-Impfpflicht hat der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen bei CDU und CSU für den geplanten Weg mit Vorschlägen aus dem Parlament geworben.

«Dass auch aus der Union unterschiedliche Haltungen zur Impfpflicht vernehmbar sind, bestätigt doch gerade die Sinnhaftigkeit von Gruppenanträgen», sagte der Bundestagsabgeordnete am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Ich appelliere an die Union, ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht der Parteitaktik zu opfern.»

Es sollte das Ziel aller demokratischen Kräfte sein, bei diesem heiklen Thema einen parteiübergreifenden Weg zur Entscheidungsfindung zu finden, sagte Dahmen. «Eine medizinethisch hochsensible Frage wie die allgemeine Impfpflicht eignet sich nicht für parteipolitische Spielchen.» Bei der Union habe man offenbar vergessen, dass ihr ehemaliger Minister Jens Spahn (CDU) das Thema Organspende ebenfalls zur Gewissensfrage im Bundestag erklärt hatte.

«Die beiden Themen sind hinsichtlich ihrer ethischen Tragweite durchaus vergleichbar», sagte Dahmen. «Mit einem Boykott von Gruppenanträgen würde die Union ein verheerendes Signal an die Gesellschaft senden.» Gruppenanträge ermöglichten eine übergreifende Entscheidungsfindung und könnten somit einen wichtigen Beitrag zur Überwindung gesellschaftlicher Gräben leisten. Der Grünen-Abgeordnete sagte, er setze sich für zielgerichtete Beratungen ein. «Der Bundestag sollte jederzeit zu einer Sondersitzung zusammenkommen können, sollten entscheidungsreife Anträge vorliegen.»

Die Union kritisiert das von der Ampel-Koalition geplante Vorgehen mit Anträgen von Abgeordnetengruppen und einer freien Abstimmung ohne Fraktionsvorgaben im Parlament. Führende Unionspolitiker forderten die Bundesregierung vielmehr auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen.

(dpa)

Universität: Mehr als 1,4 Millionen neue Corona-Fälle in den USA

10:11
11.01.2022
Die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen in den USA hat nach Angaben der Universität Johns Hopkins (JHU) einen neuen Höchststand erreicht.

Mit 1,484 Millionen neuen Fällen am Montag meldeten die Behörden demnach rund 313 000 mehr als beim bisherigen Rekordwert vor genau einer Woche. Dies geht aus Daten der Universität in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervor. Die Zahl der Toten mit einer Corona-Infektion blieb mit 1906 am Montag vergleichsweise stabil.

Zudem droht auch ein Hospitalisierungsrekord. Mit Stand Montag waren 141 385 Corona-Infizierte stationär in Klinken untergebracht, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorging, die auf Meldungen von rund 6000 Krankenhäusern landesweit basierten. Dies lag Medienberichten zufolge nur knapp unter der Höchstmarke von rund 142 000 belegten Krankenhausbetten Mitte Januar vergangenen Jahres. Von der Gesundheitsbehörde CDC gibt es entsprechende Daten nur mit Verzögerung, derzeit sind diese nur bis Stand Ende Dezember verfügbar. Laut CDC-Prognose dürfte die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Infizierten in den kommenden Wochen weiter steigen.

Nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC vom vergangenen Dienstag macht die Omikron-Variante inzwischen rund 95 Prozent aller Neuinfektionen aus.

In dem Land mit 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang mehr als 61,5 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 839 000 Infizierte starben. 62,6 Prozent der Bevölkerung gelten laut CDC als vollständig geimpft, 36,5 Prozent haben bislang eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt einen aktuelleren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der CDC. In manchen Fällen werden die Zahlen aber auch nachträglich korrigiert.

(dpa)

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