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China will trotz Omikron "erfolgreiche" Winterspiele ausrichten

05:07
11.01.2022
Trotz der sich erstmals auch in China verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus sollen die Olympischen Winterspiele in Peking wie geplant über die Bühne gehen.

«Auf welche Schwierigkeiten und Herausforderungen wir auch immer stoßen mögen, unsere Entschlossenheit, erfolgreiche Spiele wie geplant auszurichten, bleibt fest und unerschütterlich», sagte der Sprecher des Organisationskomitees, Zhao Weidong, am Dienstag vor Journalisten.

Durch die lokalen Omikron-Fälle, die am Wochenende in Pekings Nachbarstadt Tianjin registriert worden waren, soll sich laut der Planer an den ohnehin schon strengen Corona-Maßnahmen für die Spiele vorerst nichts ändern. «Sofern es in den Wettbewerbszonen nicht zu einem Großausbruch kommt, haben wir keine Anpassung der Gegenmaßnahmen geplant», so Huang Chun, stellvertretender Direktor der Abteilung des Büros für Pandemieprävention.

Die Zahl der Omikron Fälle in Tianjin stieg am Montag weiter auf nun 50 Fälle. Die Bewohner wurden aufgefordert, die Stadt nicht ohne triftigen Grund zu verlassen. Die schätzungsweise 100 000 Pendler, die im 100 Kilometer entfernt gelegenen Peking arbeiten, wurden aufgefordert, von Zuhause aus zu arbeiten. Die Hauptstadt errichtete Checkpoints, um den Zugang zu kontrollieren.

Gesundheitsämter rechneten mit weiteren Infektionen. Die hoch ansteckende Variante dürfte die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen. Epidemiologen sprechen in Staatsmedien von der «ersten echten Schlacht» gegen Omikron in China.

Um das Virus nicht ins Land zu schleppen, werden alle Athleten und Teilnehmer der Olympischen Spiele ihren Aufenthalt in einer abgeschlossenen «Blase» ohne Kontakt zur Bevölkerung verbringen. Die strengen Maßnahmen hatten bei einigen Sportlern bereits im Vorfeld der Spiele für Kritik gesorgt. 

(dpa)

Deutschlands verzögerte Omikron-Wand - Städte besonders betroffen

04:21
11.01.2022
Die Corona-Zahlen steigen auch in Deutschland deutlich, doch verglichen mit den schon hohen Omikron-Mauern benachbarter Länder baut sich die Infektionswelle später auf - warum?

Die größte Rolle spielen wahrscheinlich die Schutzmaßnahmen, wie der Immunologe Carsten Watzl der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte. Die Delta-Welle sei gerade gebrochen, die ihretwegen verschärften Maßnahmen aber noch gültig und weiter wirksam gewesen, als Omikron im November gekommen sei.

Generell spiele die Reaktion der Menschen eine sehr große Rolle, erklärte Christine Falk von der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Bevölkerung hierzulande habe ihr Verhalten offensichtlich rasch an Omikron angepasst und sich vorsichtiger verhalten - und damit zum bisherigen Ausbleiben der Wand beigetragen. «Das Handeln jedes Einzelnen fließt in die Gesamtlage ein», betonte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI).

Falk hofft, dass die Menschen weiter mit großer Vorsicht agieren und sich die Wand zumindest zur Welle reduzieren lässt. «Wir haben Omikron besser unter Kontrolle als andere, es ist machbar, dass uns die Zahlen nicht so sehr entgleiten wie anderen Ländern.» Im öffentlichen Raum eine FFP2-Maske zu tragen, sei eine der wirksamen Maßnahmen dafür.

«Wir werden Inzidenzen von deutlich über 1000 bekommen - im Bundesdurchschnitt, regional auch deutlich darüber», ist Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, überzeugt. «Im Februar könnte der Höchststand erreicht sein.» Das ist noch viel zu weit weg vom Frühling, als dass der saisonale Rückgang einen mildernden Effekt bringen könnte.

«Der einzige Vorteil der verzögerten Omikron-Welle bei uns ist, dass wir mehr Zeit für die Impfungen haben», erklärte Watzl. Denn auch wenn die Impfquote für die Ausbreitung nicht entscheidend ist - für die Belastung der Kliniken ist sie das. «Wenn Omikron auch bei uns zu 70 Prozent weniger Krankenhauseinweisungen im Vergleich zu Delta führen würde, hätten wir bei einer Inzidenz von 1500 wieder die gleiche Belastung wie bei der vierten Welle.»

(dpa)

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