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Corona-Zahlen bleiben unter den Schwellenwerten für die Alarmstufe II

17:08
08.01.2022
In Baden-Württemberg ist die Inzidenz zwar deutlich gestiegen. Die beiden für die schärferen Corona-Einschränkungen relevanten Zahlen blieben aber auch am zweiten Tag in Folge unter den Schwellenwerten, die für die derzeit geltende Alarmstufe II mit verschärften Schutzmaßnahmen ausschlaggebend ist.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) lag die Zahl der Covid 19-Patienten auf den Intensivstationen bei 442. Das ist ein Fall mehr als am Vortag, aber der Wert lag noch unter der wichtigen Marke von 450. Die Hospitalisierungsinzidenz verharrte mit 2,7 deutlich unter dem für die Alarmstufe II relevanten Wert von 6,0. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Sollten beide Zahlen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter den Grenzwerten bleiben, wären Lockerungen der Maßnahmen möglich. Zum Beispiel dürften dann Diskotheken und Clubs wieder öffnen, in mehreren Einrichtungen würde die 2G-plus-Regel fallen. Allerdings hat das Staatsministerium bereits am Freitagabend mitgeteilt, die in der Alarmstufe II geltenden Regeln würden am Dienstag wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante «bis auf Weiteres» verlängert.

Die Inzidenz - also die Zahl der registrierten Infektionen binnen sieben Tagen und auf 100 000 Einwohner - legte zu von 269,4 am Freitag auf 299,6. Bislang wurden laut Bericht 11 147 Fälle der Omikron-Variante aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt. Dabei handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Infektionen, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der Verdachtsfälle macht die Behörde aber keine Angaben. Am Dienstag hatte das Sozialministerium mitgeteilt, dass Omikron zur dominierenden Variante des Coronavirus im Südwesten geworden ist: Bei mehr als 50 Prozent aller Sars-CoV-2-Diagnosen werde in Laboren Omikron nachgewiesen.

Seit Beginn der Pandemie wurden dem Amt in Baden-Württemberg 1 058 160 Corona-Fälle gemeldet, 5031 mehr als am Freitag. 13 210 Erkrankte starben an oder im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Das waren 7 mehr als am Vortag.

(dpa)

Corona-Sorgen in der DEL: Auch Bietigheim muss pausieren

17:07
08.01.2022
Die Corona-Sorgen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) werden immer größer. Auch die Bietigheim Steelers sind nach positiven Fällen derzeit nicht spielfähig. Wie die DEL am Samstag mitteilte, hat das Gesundheitsamt eine Quarantäne für einen Großteil der Bietigheimer Mannschaft angeordnet, so dass derzeit nur zehn Feldspieler und kein Torhüter zur Verfügung stehen. Damit wurde das Spiel bei den Krefeld Pinguinen am Sonntag abgesagt.

Bietigheim ist bereits die vierte Mannschaft, die derzeit wegen Quarantäne-Anordnungen pausieren muss. Auch die Wolfsburg Grizzlys, die Iserlohn Roosters und der EHC Red Bull München sind derzeit nicht spielfähig.

(dpa)

Weiter Fragezeichen um Djokovic - Positiv auf Corona im Dezember?

15:22
08.01.2022
Ein positiver Corona-Test aus dem Dezember 2021 soll Novak Djokovic offenbar doch noch zu einer Teilnahme an den Australian Open verhelfen. Zumindest scheinen seine Anwälte in der für Montag angesetzten Verhandlung vor einem Gericht in Melbourne genau auf diesem Weg versuchen zu wollen, die Einreiseverweigerung für den Weltranglisten-Ersten eine Woche Beginn des Grand-Slam-Auftakts zu kippen.

Den Unterlagen zufolge, über die am Samstag mehrere Medien berichteten, soll Djokovic am 16. Dezember 2021 zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Sollte sich der Sachverhalt bestätigen, könnte Djokovic eventuell doch das Recht gehabt haben, Anfang Januar nach Australien zu reisen.

Ihm war am Mittwochabend (Ortszeit) die Einreise verweigert worden, weil er nicht die nötigen Dokumente für eine umstrittene medizinische Ausnahmegenehmigung hatte vorlegen können. Seitdem hält er sich in einem Hotel für Ausreisepflichtige auf. Das Gericht in Melbourne will am Montagvormittag (10.00 Uhr/0.00 Uhr MEZ) darüber entscheiden, ob Djokovic das Land verlassen muss oder doch bleiben und an den am 17. Januar beginnenden Australian Open teilnehmen darf. Dort würde er als Titelverteidiger an den Start gehen.

Allerdings gibt es in der Causa Djokovic nach wie vor zahlreiche Ungereimtheiten. So stellt sich die Frage, warum er nicht schon früher öffentlich gemacht hat, dass er zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infiziert war. Erstmals war der 34-Jährige während seiner heftig kritisierten Adria Tour im Juni 2020 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damals hatte Djokovic das Ergebnis selbst publik gemacht. Dieses Mal nicht. Andere Profis wie zum Beispiel Rafael Nadal hatten ihre positiven Tests im Dezember zeitnah öffentlich gemacht.

Zudem sorgen Fotos von Djokovic bei einem öffentlichen Auftritt für Diskussionen, bei dem er ebenfalls am 16. Dezember bei einer Veranstaltung der serbischen Post aufgetreten ist. Bei dem Auftritt hält er stolz eine Briefmarke mit seinem Konterfei in die Kameras. Masken werden auf den Fotos nicht getragen. Zudem kursieren in den sozialen Medien Fotos, die ihn offenbar am Tag danach ohne Maske mit Jugendlichen und Kindern zeigen. Unklar ist allerdings, ob Djokovic zu diesem Zeitpunkt bereits von seinem positiven Corona-Test wusste.

Ungereimtheiten gibt es auch um die Frage, wann genau Djokovic seinen Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt hat. Laut den Regularien mussten die Anträge bis zum 10. Dezember vorliegen. Der positive Test sechs Tage später hätte darauf dann keinen Einfluss mehr haben können.

Djokovic macht um seinen Impfstatus seit Monaten ein Geheimnis. In der Vergangenheit ist er aber immer wieder als Impfskeptiker in Erscheinung getreten. Und im Falle einer Impfung hätte er keine Ausnahmegenehmigung benötigt.

Von Djokovic selbst gibt es nach wie vor keine öffentlichen Aussagen zu dem Thema. Am Freitag hatte sich der Serbe kurz bei Instagram geäußert und sich für die Unterstützung seiner Fans bedankt. Vor dem Hotel bekunden immer wieder Landsleute ihre Solidarität mit ihrem Idol. Ansonsten wolle sich der Tennisstar wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern, hieß es aus seinem näheren Umfeld.

Unterdessen hat der Turnierdirektor der Australian Open, Craig Tiley, seine Mitarbeiter gegen Kritik in Schutz genommen. Sie hätten einen «unglaublichen» Job gemacht, sagte Tiley. Dennoch geraten auch er und die Veranstalter des ersten Grand-Slam-Turniers immer mehr in die Kritik, da viele Fragen nach wie vor unklar sind.

So übte auch die inzwischen wieder aus Australien abgereiste Tschechin Renata Voracova Kritik. Der australische Tennisverband habe sie über die Einreisebestimmungen in die Irre geführt. «Ich habe alles getan, was man von mir verlangt hat», sagte sie der Prager Zeitung «MF Dnes» (Samstag). Dennoch war der Doppelspielerin wie auch Djokovic das Visum entzogen worden.

(dpa)

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