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Tausende in Freiburg zu angemeldetem Corona-Protest erwartet

08:05
08.01.2022
Immer mehr Kommunen verbieten Proteste von Gegnern der Corona-Maßnahmen, wenn sie nicht angemeldet wurden. Nun hat auch Freiburg die Bremse getreten. Dennoch kommen am Samstag Tausende zusammen. Ganz legal.

Während Freiburg nicht angemeldete Versammlungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar verboten hat, werden am Samstag (14.00) mehrere Tausend Menschen zu einem angekündigten Protest in der Stadt erwartet. Es werde von rund 4000 Teilnehmenden ausgegangen, teilte die Stadt mit. Es seien strenge Auflagen erlassen worden. So müssten unter anderem die Maskenpflicht eingehalten und der Demonstrationszug in einzelnen Abschnitten eingeteilt werden. «Der Veranstalter muss zudem für eine ausreichende Anzahl an Ordnungskräften sorgen», teilte die Stadt mit.

Auch in anderen baden-württembergischen Städten wird am Samstag wieder mit Protesten gerechnet. Mehrere Demonstrationen wurden bereits angemeldet.

Am Freitag hatte Freiburg eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der mit «sofortiger Wirkung sogenannte Montagsspaziergänge» untersagt werden. Mit den nicht angemeldeten Aktionen bezweckten die Demonstranten, ohne die sonst üblichen Auflagen durch die Stadt zu ziehen – insbesondere ohne die Einhaltung der notwendigen infektionsschützenden Maßnahmen, wie der Maskenpflicht. Dieses Verhalten gefährdete vor allem vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Virusvariante Omikron die öffentlichen Sicherheit und Ordnung, teilte die Kommune weiter mit.

(dpa)

Eishockey-Arzt Gänsslen kann Mannschafts-Quarantänen nachvollziehen

08:04
08.01.2022
Der Teamarzt des Deutschen Eishockey-Ligisten Grizzlys Wolfsburg hat Verständnis für die Corona-Quarantäne ganzer Sportmannschaften geäußert. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern oder zu reduzieren, sei die Entscheidung «vor dem Hintergrund der Sportler-Gesundheit absolut nachvollziehbar und sinnvoll», sagte Axel Gänsslen der Deutschen Presse-Agentur.

Am Donnerstag waren mehrere Covid-19-Infektionen bei Spielern des Eishockey-Clubs aus Wolfsburg festgestellt worden. Das zuständige Gesundheitsamt verhängte daraufhin die häusliche Isolation für die gesamte Mannschaft. «Aufgrund der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante besteht hier eine nicht unerhebliche Gefährdung durch die hohe Ansteckungsgefahr auch für Sportler ohne aktuell positiven Nachweis, wenn ein direkter Kontakt bestanden hat», sagte Gänsslen.

Um Spieler besser zu schützen, sei es denkbar, Umkleiden zu schließen und Spieler in Trainingskleidung kommen und zu Hause duschen zu lassen. Da aber im Profisport unter bestimmten Bedingungen regelmäßige Besprechungen zwischen Trainerteam und Spielern stattfinden müssten, könne man zum Schutz auch FFP2-Masken in einer Kabine aufsetzen, sagte Gänsslen. Denkbar sei auch der Rückgriff auf Plexiglaswände in einer Umkleide mit geringen Abständen.

Gänsslen selbst hat einen Leitfaden mitentwickelt, wie man Spieler nach einer Infektion wieder in den Trainings- und Spielbetrieb integrieren soll. Dieses «Return to Play»-Programm gibt vereinfacht gesagt vor, wie lange ein positiv getesteter Spieler pausieren sollte und welche Nachuntersuchungen sein müssen, um möglichst keine Folgeerkrankung zu übersehen.

(dpa)

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