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Regierung peilt Impfquote von 95 Prozent bei Gefährdeten an

08:02
08.01.2022
Die Bundesregierung hat die Messlatte für die sogenannte Herdenimmunität gegen Corona nach oben gelegt. «Unser Ziel muss es sein, zu einer Quote von 95 Prozent vor allem bei den gefährdeten Gruppen zu kommen», sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Dittmar (SPD), der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag).

«Man hat am Anfang gedacht, dass eine Quote von 70 Prozent für die Herdenimmunität ausreicht. Das allerdings reicht, wie wir jetzt wissen, vor dem Hintergrund der zahlreichen Mutationen nicht aus.» Omikron biete eine gewisse Chance, von einer weltweiten Pandemie in eine Endemie zu kommen. Aber dazu «brauchen wir noch mehr Impfungen», sagte Dittmar.

(dpa)

RKI registriert 55 889 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 335,9

08:01
08.01.2022
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen starken Anstieg der Zahl der binnen 24 Stunden übermittelten Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche gemeldet. Der Wert wurde am Samstagmorgen mit 55 889 angegeben, in der Woche davor waren es 26 392 erfasste Neuinfektionen. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 335,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 303,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 220,3 (Vormonat: 427,0). Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.24 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 268 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 184 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 473 884 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 3,15 (Donnerstag: 3,26) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 6 692 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 113 900.

(dpa)

Beamtenbund fordert zusätzlichen Corona-Bonus

08:00
08.01.2022
Der Chef des Deutschen Beamtenbunds, Ulrich Silberbach, fordert für alle von der Corona-Pandemie besonders belasteten Staatsbediensteten eine weitere Corona-Prämie. «Für Pflegekräfte, Ärzte und andere fordern wir nun einen zusätzlichen Corona-Bonus», sagte er der «Rheinischen Post» (Samstag). Eine Milliarde Euro wolle Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in die Pflege stecken. Davon solle er den Mitarbeitern, die die Pandemie stemmen, einen spürbaren Bonus zahlen. «Den Sonntagsreden müssen endlich Taten folgen.»

Ende November hatten Beamtenbund und die Gewerkschaft Verdi für die Beschäftigten der Länder einen ersten Corona-Bonus per Tarifabschluss durchgesetzt. Mehr als eine Million Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Bundesländer bekommen bis spätestens März eine steuer- und abgabenfreie Corona-Sonderzahlung von 1300 Euro. Schon damals hatte Silberbach gesagt, die Beschäftigten hätten mehr verdient gehabt. Sie hätten in der Corona-Krise bewiesen, wie gut es sei, einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst zu haben.

Silberbach sagte der «Rheinischen Post» nun, alles greife ineinander. «Die Klinik funktioniert nur, wenn der allgemeine Staatsdienst läuft. Daher die Prämie für alle.» Nun fordere der Beamtenbund einen zweiten Bonus nur für die besonders belasteten Mitarbeiter. «Wenn Bund, Länder und Kommunen den öffentlichen Dienst kaputtsparen, wird es nicht mehr so ruhig bleiben. Dann werden die Beamten auf die Barrikaden gehen», warnte Silberbach.

(dpa)

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