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Fast 10 Milliarden Euro Fördergelder für Südwest-Wirtschaft

12:43
07.01.2022
Die landeseigene L-Bank hat 2021 baden-württembergische Unternehmen mit 9,5 Milliarden Euro gefördert und unterstützt. Die Finanzhilfen zum Ausgleich der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie trugen maßgeblich zur erneuten Steigerung der Gesamtförderleistung bei, wie Vorstandschefin Edith Weymayr am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Im Jahr 2020 hatte das Fördervolumen 6,3 Milliarden Euro betragen.

Das Institut wickelt die entsprechenden Programme ab und zahlt auch die Gelder aus. Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung des Mittelstands. Ihm seien 2021 zinsgünstige Kredite in Höhe von 1,83 (Vorjahr: 2,21) Milliarden Euro gewährt worden. Sie wurden von 4 400 Betrieben beantragt. Damit sei die Schaffung von etwa 8 500 neuen Arbeitsplätzen unterstützt und rund 265 000 Jobs gesichert worden.

Existenzgründer bekamen Fördergelder in Höhe von 698,8 Millionen Euro. Damit sei der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2017 übertroffen worden. Weymayr sagte, die Flexibilität und die Dynamik junger Unternehmen seien wichtig für die Vitalität der Wirtschaft des Landes.

(dpa)

Scholz bleibt bei Ja zu Impfpflicht

11:50
07.01.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) befürwortet weiterhin die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland. Die Haltung des Bundeskanzlers dazu habe sich nicht verändert, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Berlin. «Er hat sich ja dafür ausgesprochen und hat auch gesagt, dass er im Falle einer Abstimmung im Bundestag dafür stimmen würde, und daran hat sich auch nichts geändert», fügte sie hinzu.

Über eine allgemeine Impfpflicht soll der Bundestag in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden. Eine schnelle Entscheidung darüber wird es aber voraussichtlich nicht geben. Im Gespräch ist zunächst eine «Orientierungsdebatte» im Bundestag noch in diesem Monat. Die SPD hatte am Donnerstag gesagt, ein Abschluss des Gesetzgebungsprozesses werde «noch im ersten Quartal» angestrebt. Das kann also theoretisch auch erst im März sein.

Unionspolitiker machen bei dem Thema Druck: Scholz müsse Wort bei der Impfpflicht halten. «Der Bundeskanzler hat die Impfpflicht für Februar angekündigt - dieses Wort muss gelten», sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) der «Rheinischen Post». Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) kritisierte den Kanzler im ARD-«Morgenmagazin»: «Der kann das jetzt nicht ans Parlament delegieren und kann sagen: "Jetzt sollen die sich mal zusammenfinden"», sagte er.

Die Sprecherin sagte, die Regierung habe sich darauf geeinigt, dass über das Thema im Bundestag debattiert werde. Der Respekt gebiete es, dass jetzt zunächst die Abgeordneten das Wort hätten. Die Einführung einer Impflicht sei ein sensibles Thema. Deshalb halte es die Bundesregierung für wichtig, dass es öffentlich und breit debattiert werde. «Und dafür ist eben der Bundestag der richtige Ort.»

(dpa)

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