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Ministerpräsidenten beginnen Beratungen zu Omikron-Schutzmaßnahmen

11:09
07.01.2022
Die Ministerpräsidenten haben sich am Freitag erstmals im neuen Jahr zu einer Videokonferenz zusammengeschaltet, um weitere Schutzmaßnahmen gegen die stark steigenden Corona-Zahlen zu erörtern. Auf dem Tisch liegt eine vorläufige Beschlussvorlage mit schärferen Regeln zur Eindämmung der sich ausbreitenden Omikron-Virusvariante.

Sie sieht unter anderem eine gemeinsame Regelung zu 2G plus im Kernbereich der Gastronomie vor sowie eine dringende Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel. Am Mittag wollten die Ministerpräsidenten ihre Beratungen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) fortsetzen.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU), erwartet bundesweit einheitliche Regelungen gegen die Omikron-Welle. Er dringt zudem auf eine rasche Umsetzung der geplanten Corona-Impfpflicht.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte am Morgen erneut einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Es gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche mit 303,4 an. Der Wert steigt seit Ende Dezember von Tag zu Tag, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht.

Nach Angaben der zuständigen Landesbehörden ist Omikron inzwischen in etlichen Bundesländern die vorherrschende Virusvariante. Regional werden Corona-Auflagen teils schon verschärft.

Beraten wird unter anderem über höhere Zutrittsschwellen für die Gastronomie: Genesene oder Geimpfte, die noch keine Auffrischungsimpfung haben, bräuchten künftig fürs Restaurant oder Café noch einen zusätzlichen aktuellen Test, falls die Vorlage so beschlossen werden sollte. Dem Papier zufolge könnte ein solcher Schritt inzidenzunabhängig und bundesweit umgesetzt werden.

Darüber hinaus steht eine Lockerung der Quarantäne-Regeln zur Debatte, um zu viele Personalausfälle - insbesondere in wichtigen Versorgungsbereichen - zu vermeiden.

(dpa)

Thailand behält verschärfte Einreiseregeln wegen Omikron

11:08
07.01.2022
Das Urlaubsziel Thailand wird die vor Weihnachten verschärften Einreiseregeln mit Quarantänepflicht für Touristen auf unbestimmte Zeit beibehalten. Diese Entscheidung sei am Freitag als Kompromiss zwischen den benötigten Einnahmen aus dem Tourismus und der Angst vor einem neuen Corona-Ausbruch durch die Omikron-Variante getroffen worden, berichtete die Zeitung «Bangkok Post».

Damit ist eine quarantänefreie Einreise unter dem sogenannten Test&Go-Modell nur noch für diejenigen möglich, die sich bereits dafür registriert hatten. Die Frist dafür wurde am Freitag der Zeitung zufolge bis zum 15. Januar verlängert. Wer ohne eine solche Voranmeldung kommen will, muss nach Ankunft zwischen sieben oder zehn Tage in Quarantäne - je nach Herkunftsland und Impfstatus. Neue Registrierungen werden derzeit nicht mehr angenommen.

Das Anfang November eingeführte Test&Go-Modell sei ein Schlupfloch für die Omikron-Variante, um ins Land zu gelangen, zitierte die Zeitung einen Sprecher des Covid-Krisenzentrums CCSA nach einer Sitzung unter Leitung von Premierminister Prayut Chan-o-cha. Es war zunächst bis zum 4. Januar ausgesetzt worden.

Unter diesem Schema mussten vollständig geimpfte Touristen bei der Einreise nur noch einen PCR-Test machen und dann eine Nacht in ihrem Hotel auf das Ergebnis warten. Die meisten Neuinfektionen in dem südostasiatischen Land gehen auf die Omikron-Variante zurück, wie Beamte des Gesundheitsministeriums sagen.

Das bereits seit Juli laufende sogenannte Sandbox-Modell auf der größten Insel Phuket, bei dem vollständig geimpfte Touristen unter bestimmten Auflagen quarantänefrei Ferien machen können, läuft hingegen weiter. Und es sollen nun zu einem noch nicht genannten Zeitpunkt einige weitere Ziele wie die Inseln Koh Samui und Koh Tao hinzukommen. Das beliebte Urlaubsland hatte seine Grenzen Anfang November wieder für Touristen aus Dutzenden Ländern geöffnet. Seither nahm der Zustrom an Besuchern aus aller Welt stetig zu.

(dpa)

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