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20220107090558

Giffey erwartet strengere Regeln in der Gastronomie

09:07
07.01.2022
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) rechnet damit, dass angesichts steigender Infektionszahlen die Regeln für die Gastronomie verschärft werden. Möglicherweise brauchen Genesene oder Geimpfte, die noch nicht «geboostert» sind, dann bald fürs Restaurant oder Café noch einen zusätzlichen aktuellen Test. Das sei im Länderkreis weitgehend in den Vorgesprächen bereits auf Konsens gestoßen, sagte Giffey am Freitagmorgen im rbb-Inforadio. Sie gehe davon aus, dass das auch beschlossen werde.

Vertreter von Bund und Ländern wollen am Mittag zu einer Videokonferenz zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Bundesweit sehe man derzeit einen Anstieg der Inzidenzen, sagte Giffey. «Und es ist völlig klar, dass wir darauf reagieren müssen.»

In der Gastronomie-Branche stießen die Überlegungen allerdings auf Kritik. Giffey sagte dazu, der Gaststättenverband habe immer gesagt, 2G plus sei problematisch - das sei zu Zeiten gewesen, als das «Plus» ausschließlich als Test definiert worden sei, sagte Giffey. Hier gebe es aber eine Entwicklung, die sage, das Plus werde definiert als entweder getestet oder geboostert.

Das sei eigentlich eine Verbesserung der Situation. «Denn wir werden in wenigen Tagen die Hälfte der Berliner Bevölkerung geboostert haben. Die werden dann ohne Test auch in die Gaststätte weiter gehen können», sagte Giffey. Je mehr Menschen eine Auffrischungsimpfung bekämen, desto unproblematischer werde es. «Man muss immer sehen: Die Alternative ist die komplette Schließung. Und das will der Gaststättenverband definitiv auch nicht.» So sei gestern zumindest die Aussage im Gespräch mit dem Verband gewesen.

(dpa)

Studentenwerk: psychosoziale Beratung «wird förmlich überrannt»

09:07
07.01.2022
Das Deutsche Studentenwerk schlägt wegen der Pandemiefolgen für Studierende Alarm. «Die psychosoziale Beratung der Studenten- und Studierendenwerke wird förmlich überrannt, die Wartezeiten werden länger», sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Matthias Anbuhl, der Deutschen Presse-Agentur. Bund und Länder müssten hier in einem Aktionsprogramm dringend die Ressourcen aufstocken. «Nötig sind bis zu zehn Millionen Euro in den kommenden vier Semestern», sagte Anbuhl. Er appellierte an Bund und Länder, solche Themen stärker in der Corona-Krisenpolitik zu berücksichtigen.

Studierende litten unter fehlender Präsenzlehre. «Vereinsamung, digitale Isolation und depressive Verstimmung sind oftmals die Folge.» Anbuhl forderte, dass Hochschulen so lange offen bleiben müssten, wie möglich. «Und das heißt im Zweifel auch: länger als Bars, Restaurants, Fußballstadien und andere Teile des öffentlichen Lebens.»

(dpa)

Schweizer Weger bei Biathlon-Weltcup in Oberhof positiv auf Corona

09:06
07.01.2022
Der Schweizer Benjamin Weger ist beim Biathlon-Weltcup im thüringischen Oberhof positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Swiss-Ski am Freitag kurz vor den ersten Rennen mit. Der 32-Jährige habe «keine Symptome und befindet sich in Isolation», erklärte der Verband. «Alle anderen Tests innerhalb des Schweizer Teams in Oberhof fielen negativ aus», hieß es weiter.

Bereits am Donnerstag war der Russe Eduard Latypow (27) positiv auf Covid-19 getestet worden. Einen Tag später wurde dann auch ein Offizieller des russischen Teams nach Angaben des Weltverbandes IBU positiv getestet und isoliert. Derzeit läuft noch die Kontaktnachverfolgung durch die lokalen Gesundheitsbehörden, ein Entscheidung über die Quarantäne steht noch aus.

Insgesamt wurden vor dem Weltcup in Thüringen knapp 250 PCR-Tests bei nicht geimpften Teammitgliedern und Akkreditierten oder Personen mit Corona-Symptomen durchgeführt. Insgesamt rund 75 Prozent der Teammitglieder im Biathlon-Weltcup gelten in Deutschland als geimpft oder genesen.

(dpa)

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