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Woidke sieht «wenig Spielraum» für weitere Corona-Maßnahmen

05:31
07.01.2022
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) rechnet nicht mit einer drastischen Ausweitung der Corona-Maßnahmen in Deutschland bei der ersten Bund-Länder-Runde in diesem Jahr. «Ich sehe wenig Spielraum für weitere Maßnahmen», sagte Woidke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Entscheidend sei, «die Verhältnismäßigkeit zu bewahren». Angesichts der steigenden Infektionszahlen der Omikron-Virusvariante sagte Woidke: «Wir hoffen das Beste, bereiten uns aber auf das Schlimmste vor, das heißt eine exponentiell ansteigende Zahl der Infektionen.»

Die Regierungschefs der Länder beraten am Freitag mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) über weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Omikron-Welle. Woidke hatte am Dienstag gesagt, er gehe davon aus, dass Entscheidungen getroffen würden, um die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems und der kritischen Infrastruktur zu gewährleisten. Er rechne auch mit Entscheidungen zur Eindämmung der Infektionsdynamik. Im dpa-Interview Ende Dezember hatte Woidke davor gewarnt, zu schnell über neue Corona-Regeln zu diskutieren und die Menschen damit zu sehr zu strapazieren.

Der Regierungschef zeigte sich über Drohungen alarmiert, die aus der Gruppe von Gegnern der Corona-Maßnahmen kommen. «Was mich beschäftigt, sind Drohungen gegen Ärztinnen und Ärzte, gegen Menschen, die sich engagieren, die andere politische Meinungen vertreten als die Demonstranten sowie Stadtverordnete, Abgeordnete und ehrenamtlich Engagierte», sagte er dem RND: «Das dürfen wir nicht hinnehmen, hier geht es um unsere Demokratie.»

(dpa)

Tim Mälzers «Bullerei» legt dreiwöchige Corona-Pause ein

05:30
07.01.2022
TV-Koch Tim Mälzer (50) schließt wegen der steigenden Corona-Zahlen sein Restaurant im Hamburger Schanzenviertel für rund drei Wochen. Vom 9. Januar bis Anfang Februar 2022 wolle er seine «Bullerei» zu machen, erklärte er in einem Video, das er am Donnerstagabend auf Instagram veröffentlichte.

Das Team seines Restaurants sei nicht nur für «kulinarische Wohlgenüsse verantwortlich», sondern trage auch eine Fürsorgepflicht den Mitarbeitern und Gästen gegenüber, wie Mälzer im Instagram-Post zum Video schreibt. «In Anbetracht der wachsenden Infektionszahlen und der bevorstehenden 2G plus Regel, haben wir uns dazu entschieden, ab dem 9. Januar 2022 in einen ca. 3-wöchigen "Betriebsurlaub" zu gehen», ist weiter zu lesen.

Mit neuen Ideen und einem «für alle auch wirklich erträglichen Hygiene-2-G-Plus Konzept» wolle man dann wieder an den Markt gehen, kündigt Mälzer in dem eineinhalb minütigen Clip an. Zunächst berichtete die «Hamburger Morgenpost» über die Pläne.

(dpa)

Nach Djokovic-Ärger: Grenzbeamte untersuchen offenbar weitere Fälle

05:30
07.01.2022
Nach dem Ärger um die Einreise des Tennis-Stars Novak Djokovic überprüfen australische Grenzbeamte offenbar im Zusammenhang mit den Australian Open zwei weitere Ankömmlinge, die möglicherweise ungeimpft ins Land eingereist sind. Das berichtet die australische Nachrichtenagentur AAP. Wenn die Grenzbehörde Kenntnis von einer Angelegenheit erhalte, wird sie «die Ermittlungen fortsetzen und sicherstellen, dass die Einreisebestimmungen Australiens eingehalten werden», sagte Innenministerin Karen Andrews am Freitag (Ortszeit) dem Sender Seven Network.

Zugleich verteidigte die Politikerin das Vorgehen im Fall Djokovic. Der Serbe habe es versäumt, die richtigen Informationen für die Einreise nach Australien bereitzustellen. «Sie werden von jedem verlangt, der in das Land einreist. Wenn diese Informationen nicht bereitgestellt werden können, sind die Einreisebestimmungen für Australien nicht erfüllt», sagte Andrews.

Der sehr wahrscheinlich ungeimpfte Djokovic war mit einer höchst umstrittenen medizischen Ausnahmegenehmigung nach Australien gereist und am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Melbourne gelandet. Die australische Grenzschutzbehörde hatte ihm aber die Einreise verwehrt, da er keine geeigneten Belege zur Erfüllung der Einreisebestimmungen vorgelegt habe.

Djokovic hat dagegen geklagt; ein Gericht in Melbourne will am Montag eine Entscheidung fällen. Eine Woche später beginnen die Australian Open.

(dpa)

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