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WHO: Rekordwert von 9,5 Millionen neuen Coronafällen weltweit

16:39
06.01.2022
Die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle weltweit ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb einer Woche um 71 Prozent auf knapp 9,5 Millionen gestiegen. So viele neue Fälle wurden binnen sieben Tagen noch nie gemeldet, wie die WHO am Donnerstag an ihrem Sitz in Genf mitteilte. Die tatsächliche Zahl liege aber noch viel höher. Grund sei, dass vielerorts nicht genügend getestet werde oder Meldungen unvollständig seien, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Die Zahlen beziehen sich auf die Woche vom 27. Dezember bis 2. Januar. In diesen sieben Tagen rund um den Jahreswechsel wurden weltweit auch 41 000 neue Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren etwa 289 Millionen Corona-Infektionen und 5,4 Millionen Todesopfer registriert. In Nord- und Südamerika verdoppelte sich die Zahl der Neuinfektionen binnen dieser einzigen Woche. In Europa betrug der Anstieg 65 Prozent.

Jeder Einzelne könne dazu beitragen, die Infektionszahlen zu senken, sagte WHO-Expertin Maria van Kerkhove. Dazu gehörten: Abstand halten von Menschen außerhalb des eigenen Haushalts, gut sitzende Masken korrekt über Nase und Mund tragen - nicht unter der Nase oder am Kinn - und sich möglichst in gut gelüfteten Räumen aufhalten. «Meiden sie überfüllte Orte», sagte van Kerkhove. Schulen, Behörden und Unternehmen sollten in gute Lüftungsanlagen investieren. Gleichzeitig mahnte sie, nicht in Panik zu verfallen. «Geben Sie nicht auf, wir werden diese Pandemie gemeinsam überwinden.»

Die WHO kritisierte abermals eine unfaire Verteilung der Impfstoffe weltweit. Immer noch hätten rund 90 Länder nicht genügend Impfstoffe, um 40 Prozent ihrer Bevölkerung zu impfen, sagte Experte Bruce Aylward. WHO-Chef Tedros sagte: «Die ungleiche Verteilung von Impfstoffen ist ein Killer von Menschen und Arbeitsplätzen und untergräbt den weltweiten Wirtschaftsaufschwung.» Niedrige Impfraten seien gefährlich für die ganze Welt. «Alpha, Beta, Delta, Gamma and Omikron zeigen, dass wir zum Teil aufgrund der niedrigen Impfraten die perfekten Bedingungen für das Auftreten von Virusvarianten geschaffen haben.»

(dpa)

Mehr als drei Millionen Booster-Impfungen in Dänemark verabreicht

16:39
06.01.2022
Mehr als drei Millionen Menschen in Dänemark haben mittlerweile eine Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 erhalten. Das entspricht 51,1 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger des EU-Landes mit seinen rund 5,8 Millionen Einwohnern, wie am späten Donnerstagnachmittag aus den aktualisierten Impfzahlen des staatlichen Gesundheitsinstituts SSI hervorging. 82 Prozent der Menschen haben demnach bislang ihre Erstimpfung erhalten, 78,6 Prozent ihre Zweitimpfung.

Die meisten Stiche, die beim nördlichsten deutschen Nachbarn verabreicht werden, stellen derzeit aber Booster-Impfungen dar: Im Vergleich zum Vortag kamen knapp 47 000 solcher Auffrischimpfungen hinzu. Dänemark erlebt seit einigen Wochen immer neue Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen. Am Donnerstag kamen in der täglichen Auflistung rund 25 995 bestätigte Fälle hinzu, was dem zweithöchsten Tageswert nach den 28 283 Fällen des Vortags entsprach. Die Omikron-Variante des Coronavirus macht nach SSI-Angaben mittlerweile mehr als 90 Prozent der untersuchten Neuinfektionen aus.

(dpa)

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