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20211229153813

Rekordwert von rund 208 000 Neuinfektionen in Frankreich

15:37
29.12.2021
Die Zahl der binnen eines Tages in Frankreich nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen ist auf rund 208 000 gestiegen. «Beim Blick auf die Zahlen, die wir registrieren, neige ich dazu, von einer Flutwelle zu sprechen», sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Mittwoch in der Nationalversammlung in Paris, wie der Sender France info berichtete. «Das sind Zahlen, die mich in Schwindel versetzen.» Jede Sekunde würden zwei Menschen in Frankreich positiv auf Corona getestet. Nach Weihnachten hatte die Regierung bereits verschärfte Corona-Regeln angekündigt. Vom 15. Januar an soll in vielen Lebensbereichen eine 2G-Regel greifen. Tests reichen nicht mehr.

(dpa)

Journalistengewerkschaft zu Corona-Demos: Reporter besser schützen

15:06
29.12.2021
Angesichts immer häufigerer Übergriffe auf Reporter bei Corona-Protesten fordert die Journalistenorganisation dju vom Staat mehr Einsatz zum Schutz von Journalisten. Die zur Gewerkschaft Verdi gehörende dju richtete die Forderung ans Bundesinnenministerium: «Es ist zunächst mal gut, dass die Stärkung der Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden hat. Das muss jetzt aber mit Leben gefüllt werden und in konkrete Vorhaben fließen», sagte dju-Bundesgeschäftsführerin Monique Hofmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch online).

«Das sind aus unserer Sicht Gespräche und Vereinbarungen zwischen Polizeien, Innenministerien und Journalistinnen- und Journalistenverbänden über Schutzkonzepte, bei denen das Bundesinnenministerium trotz der überwiegenden Zuständigkeiten in den Ländern eine federführende und koordinierende Rolle übernehmen sollte, auch als Signal, dass man das Problem erkannt hat und ernst nimmt», erläuterte Hofmann.

Ein Teil solcher Schutzkonzepte könne etwa die Aus- und Fortbildung von Polizisten zum Umgang mit Medienschaffenden und zum Presserecht sein, aber jene auch von Journalisten zum Umgang mit Angriffen und Bedrohungen, so die dju-Chefin. In den Niederlanden gebe es den Ansatz, aus einem zu großen Teilen staatlich finanzierten Fonds Sicherheitstrainings und Anti-Trauma-Seminare, aber auch Sicherheitsausrüstung für freie Medienschaffende zu organisieren.

(dpa)

Lauterbach: Corona-Inzidenz gerade zwei bis drei Mal so hoch

14:47
29.12.2021
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schätzt das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen deutlich kritischer ein, als es die Meldezahlen zeigen. Es sei davon auszugehen, dass die tatsächliche Inzidenz in Deutschland derzeit zwei- bis dreimal so hoch sei wie ausgewiesen, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. Zu sehen sei auch eine deutliche Zunahme von Fällen der neuen, ansteckenderen Virusvariante Omikron, die Sorgen bereite.

Der Minister appellierte an alle Bürger, Silvester so zu verbringen, dass keine neuen Infektionsketten entstünden. «Bitte feiern Sie in ganz kleiner Runde.» Die nach Meldezahlen der Gesundheitsämter ausgewiesenen Fallzahlen unterschätzten die bestehende Gefahr.

Derzeit werde daran gearbeitet, eine bessere Datenlage zu bekommen, erläuterte Lauterbach. Er sei sich sicher, dass zur bereits vorgesehenen Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am 7. Januar «eine solide und für diese Zwecke vollkommen ausreichende Datenlage» vorhanden sein werde.

(dpa)

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