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FDP-Vize Vogel verteidigt Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona

07:10
03.12.2021
Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Johannes Vogel hat die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie gegen Kritik verteidigt.

Zentrale Maßnahme sei es nun, sich aus der vierten Welle «rauszuboostern», sagte der Bundestagsabgeordnete am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». «Wir haben keinen allgemeinen Lockdown, es werden keine Geschäfte geschlossen, es gibt auch keine Ausgangssperren.» Deshalb müsse es «Entschlossenheit an anderer Stelle geben, bei Kontaktbeschränkungen beispielsweise».

Bund und Länder hatten am Donnerstag Maßnahmen vorgestellt, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Dazu zählen erhebliche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Ihnen wird im Weihnachtsgeschäft auch der Zutritt zu den meisten Geschäften verwehrt. Vogel sprach sich für weitere staatliche Hilfen an Betriebe aus, die unter der Pandemie leiden.

«Wenn der Staat aus guten gesundheitspolitischen Motiven und Notwendigkeiten Geschäfte erschwert oder einschränkt, ist es unsere Aufgabe als Solidargemeinschaft, da auch einzuspringen. Anders wäre es doch gar nicht fair.»

Der FDP-Politiker ließ offen, ob er einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen wird. Derzeit werde im Bundestag noch an der Formulierung verschiedener Anträge gearbeitet. An diesem Sonntag stimmt die FDP auf einem Parteitag über den mit SPD und Grünen ausgehandelten Koalitionsvertrag ab. Auf die Frage nach dem Ausgang sagte Vogel, er rechne mit einem «sehr guten Ergebnis - deutlich, deutlich über 70 Prozent».

(dpa)

NFL-Profi Brown für gefälschten Impfausweis drei Spiele gesperrt

06:56
03.12.2021
Football-Profi Antonio Brown ist von der amerikanischen Liga NFL für drei Spiele gesperrt worden.

Der Wide Receiver der Tampa Bay Buccaneers hat gegen die Corona-Vorschriften der Liga verstoßen, da sich Brown ihren Angaben zufolge einen gefälschten Impfausweis besorgt hatte. Neben Brown sind einer Mitteilung vom Donnerstag (Ortszeit) zufolge auch dessen Teamkollege Mike Edwards sowie der vertragslose John Franklin III. für den gleichen Verstoß für drei Spiele gesperrt worden.

US-Medienberichten zufolge habe ein ehemaliger Koch Browns angegeben, dass sich der Buccaneers-Spieler während der Saisonvorbereitung einen gefälschten Impfausweis zugelegt habe. Brown hatte sich kurz darauf dafür entschieden, sich doch gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Nach abgesessener Sperre darf Brown am 26. Dezember wieder für die Buccaneers auflaufen. Derzeit ist der Wide Receiver auf Grund einer Knöchelverletzung eh nicht einsatzfähig.

(dpa)

RKI registriert 74 352 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,1

04:52
03.12.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang an den drei Tagen zuvor nun wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 442,1 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 438,2 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74 352 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.00 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 76 414 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer.

Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne «einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein», heißt es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung «regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein».

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 390 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 357 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 051 560 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 5,47 an (Mittwoch: mit 5,61). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 5 023 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 102 568.

(dpa)

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