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Israelische Klinik beginnt Studie für vierte Corona-Impfung

08:15
27.12.2021
Ein israelisches Krankenhaus beginnt nach eigenen Angaben am Montag eine Studie für die vierte Impfung gegen das Corona-Virus. Rund 150 medizinische Mitarbeiter der Klinik, die ihre dritte Impfung bis zum 20. August erhalten hätten, würden eine weitere Dosis bekommen, teilte das Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv am Sonntagabend mit. Alle hätten in einem serologischen Test eine niedrige Anzahl von Antikörpern gehabt - unter 700. Nach Angaben des Krankenhauses ist dies die erste Studie ihrer Art weltweit.

Ein Sprecher des Krankenhauses bestätigte, dass für die Studie der Impfstoff von Pfizer/Biontech verwendet werde. Gili Regev-Jochai, Direktorin der Abteilung für Infektionskrankheiten, sagte: «In dieser Studie werden wir überprüfen, was der Einfluss der vierten Impfung auf die Anzahl der Antikörper ist, auf die Verhinderung von Erkrankung, und wir werden die Sicherheit kontrollieren.»

Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hatte Israel bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass über 60-Jährige eine vierte Impfdosis erhalten sollen. Ein Expertengremium der Regierung empfahl zudem, Mitarbeiter des Gesundheitssystems sollten ebenfalls zum vierten Mal geimpft werden. Der Sprecher des Schiba-Krankenhauses sagte allerdings, eine nationale Impfkampagne für die vierte Impfung werde erst nach Vorliegen von ersten Ergebnissen der Studie beginnen.

Israel hat die vierte Corona-Welle bereits hinter sich. Zuletzt sind die Infektionszahlen jedoch wieder angestiegen. Nur rund 60 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. Dies sind zweifach Geimpfte bis zu 6 Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Booster-Impfung. 31 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei neun Prozent ist die Gültigkeit der Impfung schon abgelaufen.

(dpa)

Umfrage: Unternehmen grundsätzlich zuversichtlich für 2022

07:32
27.12.2021
In der deutschen Wirtschaft dominiert einer Umfrage zufolge trotz Lieferengpässen und Unsicherheiten wegen der Corona-Pandemie zum Jahreswechsel grundsätzlich die Zuversicht. «Für das Jahr 2022 ist ein breiter Optimismus zu erkennen», heißt es in einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Mehrheit der vom IW Mitte November bis Anfang Dezember befragten 48 Wirtschaftsverbände rechnet mit besseren Geschäften in ihren Branchen, ein Produktionsrückgang wird in keinem Wirtschaftszweig erwartet. Zudem stehen in vielen Bereichen die Chancen gut für mehr Jobs.

Schwer einzuschätzen sind allerdings die Folgen der Omikron-Virusvariante. «Die Auswirkungen von Omikron sind derzeit unüberschaubar, zu widersprüchlich sind die Informationen aus den bereits davon betroffenen Ländern», sagte IW-Chef Michael Hüther. «Ich gehe aber davon aus, dass sich die ökonomischen Trends aus Normalisierung und Nachholen bei hohen Auftragsbeständen halten.»

Besonders zuversichtlich zeigten sich der Umfrage zufolge der Maschinenbau sowie die Stahl- und Metallverarbeitung. Die Maschinenbauer hatten angesichts prall gefüllter Auftragsbücher ihre Produktionsprognose heraufgesetzt. Der Leasing-Verband und die Informationswirtschaft, die von der Nachfrage im Zuge der Digitalisierung profitiert, rechnen ebenfalls mit wesentlich besseren Geschäften.

Das Gros der Branchen (35) erwartet 2022 moderate Zuwächse. Das gilt auch für die eigentlich boomende Bauwirtschaft, dort dämpft jedoch der Fachkräftemangel die Aussichten. Die insgesamt guten Produktionsperspektiven der Industrie führt das IW zum Teil auf weltweit wieder steigende Investitionen zurück, von denen vor allem Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen und technische Anlagen «Made in Germany» profitieren dürften.

Das Finanzwesen sowie Zeitschriftenverlage rechnen hingegen nicht mit großen Sprüngen. Eine gleichbleibende Geschäftslage erwarten auch Bergbau, Schiffsbau und Meerestechnik, Lederindustrie sowie Papierfabriken.

In vielen Branchen sind die Chancen für einen Aufbau der Beschäftigung der Umfrage zufolge gut. Demnach erwarten 21 Verbände ein Plus. Dazu zählen unter anderem die Pharma- sowie die Metall- und Elektroindustrie. In der Bauwirtschaft und im Handwerk suchen die Unternehmen ohnehin händeringend nach Personal.

Weitere 19 Branchen gehen von einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl aus, 8 Wirtschaftszweige von sinkender Beschäftigung. So dürften beispielsweise im Finanzwesen durch das geänderte Kundenverhalten - mehr Onlinebanking und weniger Filialen-Nutzung - Jobs entfallen.

(dpa)

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