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NHL vor Ende der Corona-Zwangspause - Einführung von Trainingskadern

06:10
27.12.2021
Nach der Corona-Zwangspause über Weihnachten soll der Spielbetrieb in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL an diesem Dienstag wieder aufgenommen werden. Das teilten die Liga und die Spielervereinigung am Sonntag (Ortszeit) mit. Gleichzeitig wurden aber drei weitere Begegnungen verschoben, darunter auch die für den 29. Dezember angesetzte Partie der Ottawa Senators mit dem deutschen Profi Tim Stützle gegen die Boston Bruins. Das künftige Vorgehen soll unter Berücksichtigung der weiteren Testergebnisse bewertet werden.

Um auch den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen zu können, dürfen die Clubs Leihspieler für einen sogenannten Taxi-Squad verpflichten. Durch die Einführung dieses Trainingskaders soll verhindert werden, dass Vereine in Unterzahl antreten müssen. Ebenfalls festgelegt wurden vorübergehende Anpassungen im Tarifvertrag.

Zuletzt waren alle seit dem 23. Dezember geplanten Spiele abgesagt worden. Außerdem hatte die NHL wegen der Vielzahl von Nachholspielen entschieden, keine Profis zu den Olympischen Winterspielen vom 4. bis 20. Februar in Peking abzustellen. In dieser Zeit sollen die wegen der Corona-Krise ausgefallenen Begegnungen nachgeholt werden.

(dpa)

Kretschmann kritisiert FDP im Streit um Impfpflicht

05:07
27.12.2021
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Widerstand innerhalb der FDP gegen eine allgemeine Impfpflicht scharf kritisiert. «Die Aussage von Wolfgang Kubicki, dass es vielen Impfpflichtbefürwortern um Rache und Vergeltung gehe, ist schlichtweg verantwortungslos und völlig ungeeignet, um die Debatte inhaltlich angemessen zu führen», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Kretschmann sagte, er sei froh, dass die FDP immerhin der Impfpflicht für das Personal in Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen zugestimmt habe und sich auch FDP-Chef Christian Lindner inzwischen für eine allgemeine Impfpflicht ausspreche. «Aber wir müssen jetzt sehen, wie sich das entwickelt mit den Gruppenanträgen», sagte er. «Jetzt kann man nur darauf hoffen, dass es eine Gruppe gibt, die eine Mehrheit hat für eine Impfpflicht.» Er lasse aber nicht locker und prüfe, ob man das auch über den Bundesrat einspeisen könne.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfang Kubicki hatte kürzlich Befürworter einer allgemeinen Corona-Impfpflicht scharf kritisiert und ihnen Rache an Ungeimpften als Motiv unterstellt. Über eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus soll der Bundestag voraussichtlich im kommenden Jahr in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden.

Unter anderem hatte sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen, aber auch FDP-Chef Lindner geht nach eigener Aussage in diese Richtung. Die Ampel-Koalition will keinen eigenen Gesetzentwurf vorlegen, sondern setzt auf fraktionsübergreifende Gruppenanträge im Bundestag.

Kubicki und weitere FDP-Abgeordnete hatten sich dagegen zuletzt in einem Antragsentwurf klar gegen eine solche Pflicht ausgesprochen. Mittlerweile sind laut Kubicki mehr als 30 Parlamentarier beteiligt. Bereits beschlossen hat das Parlament, dass Beschäftigte in Einrichtungen mit besonders schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken bis Mitte März 2022 nachweisen müssen, dass sie geimpft oder genesen sind.

Kretschmann hält die FDP, mit der seine Partei im Bund regiert, für den deutlich schwierigeren Koalitionspartner im Kampf gegen die Corona-Pandemie als die CDU. «Einer der Gründe, warum ich im Land mit den Christdemokraten koaliere: Weil ich mit denen in der Corona-Politik in den grundsätzlichen Fragen auf einem gemeinsamen Nenner bin», sagte er. «Wir ziehen da von vorneherein am selben Strang.»

FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hingegen habe alle Maßnahmen der Landesregierung gegen das Virus bislang für überzogen gehalten und Instrumente wie Ausgangssperren sogar als Unfug bezeichnet, kritisierte Kretschmann. «Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht das erfreulicherweise ganz anders gesehen.»

(dpa/lsw)

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