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Divi-Präsident fordert schärfere Kontaktbeschränkungen

00:03
03.12.2021
Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, fordert in der Corona-Pandemie schärfere Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte.

«Wir brauchen deutliche Kontaktbeschränkungen, aktuell tatsächlich am besten für alle», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Über die neue Virusvariante wissen wir einfach noch nicht genug. Wir können nicht ausschließen, dass die Impfstoffe vermindert wirken», sagte er mit Blick auf die Omikron-Variante. «Wegen dieses Nicht-Wissens ist zwingend notwendig, besonders vorsichtig zu sein.»

Zum Brechen der vierten Corona-Welle in Deutschland hatten sich Bund und Länder am Donnerstag auf bundesweit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen geeinigt. Diese reichen von erheblichen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene bis hin zu 2G-Regelungen für den Besuch von Restaurants, Kinos, Theatern und anderen Freizeiteinrichtungen. Marx sagte dem RND: «Es ist wichtig und richtig, dass nun bundeseinheitliche Maßnahmen und Grenzwerte beschlossen worden sind. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass
einheitliche Maßnahmen am effektivsten wirken.»

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr - wie schon im vergangenen - verboten sein. Auf besonders publikumsträchtigen Plätzen soll es zudem ein Feuerwerksverbot geben. Marx hält das für die richtige Entscheidung. «Am Silvesterabend und beim Böllern auf der Straße kommen viele Menschen miteinander in Kontakt», sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. «Darauf sollte dieses Jahr verzichtet werden, um die Infektionszahlen nicht noch weiter nach oben zu treiben.» Für Notfallmediziner in den Notaufnahmen sei Silvester ohne Feuerwerk ebenfalls eine Entlastung, weil viele Menschen durch Feuerwerkskörper verletzt würden.

(dpa)

Kapitel

Donnerstag, 2. Dezember

Für Booster-Geimpfte in Niedersachsen womöglich 2G-plus ohne Test

20:41
02.12.2021
Wer in Niedersachsen eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten hat, muss möglicherweise bei der 2G-plus-Regel bald keinen Test mehr vorzeigen. Dies werde innerhalb der Koalition geprüft, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag.

«Der Impfschutz ist bei dieser Gruppe auf einem derart hohen Niveau, dass die Gefahr, dass Geimpfte untereinander das Virus weitergeben, doch wahrscheinlich nur noch verschwindend gering ist», so der Ministerpräsident. In Niedersachsen gilt seit Mittwoch fast flächendeckend die 2G-plus-Regel bei Kinos, Theatern oder Gaststätten. 2G heißt, dass Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Bei 2G plus müssen sie bislang zusätzlich einen Test machen. 

(dpa)

Neue Corona-Maßnahmen - USA verschärfen Test-Regeln bei Einreise

20:10
02.12.2021
Angesichts der neuen Omikron-Variante und des bevorstehenden Winters verschärft die US-Regierung die Regeln für Corona-Tests für Einreisen in die USA. Aus dem Weißen Haus hieß es, ein Negativ-Test dürfe von Anfang kommender Woche an höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA erfolgt sein. Die Neuregelung betreffe alle internationalen Reisenden unabhängig von Staatsangehörigkeit und Impfstatus. Bislang gilt eine Frist von drei Tagen. Zusätzlich müssen Ausländer in der Regel schon jetzt eine vollständige Covid-19-Impfung nachweisen, bevor sie eine Flugreise in die USA antreten können.

Die Verschärfung ist Teil neuer Maßnahmen im Kampf gegen Corona, die US-Präsident Joe Biden am Donnerstag vorstellte. Dazu gehört etwa, dass die Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Flughäfen und Bahnhöfen mindestens bis März verlängert wird. Biden warnte, Experten rechneten mit steigenden Infektionszahlen im Winter. Mit Blick auf die Omikron-Variante sagte er: «Wir werden diese Variante mit Wissenschaft und Geschwindigkeit bekämpfen, nicht mit Chaos und Verwirrung.» Seine Landsleute rief Biden auf, sich nicht durch die Pandemie spalten zu lassen.

Eine US-Regierungsvertreterin sagte, weiterhin würden bei der Einreise in die Vereinigten Staaten sowohl Antigen- als auch PCR-Tests akzeptiert. Die Effektivität der Tests etwa gegen die Omikron-Variante werde ständig geprüft. Verpflichtende Tests oder eine Zeit der Selbstisolierung nach der Einreise in die Vereinigten Staaten seien derzeit nicht vorgesehen.

Zu den von Biden präsentierten Schritten gehört außerdem eine landesweite Kampagne, damit Erwachsene sich Booster-Impfungen geben ließen. Mehr Kinder sollen geimpft und Schulen offen gehalten werden. Amerikaner sollen zudem leichter kostenlose Schnelltests bekommen. 

(dpa)

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