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Umfrage: Mehrheit blickt trotz Pandemie mit Zuversicht auf 2022

08:26
26.12.2021
Trotz der andauernden Corona-Pandemie blicken die Deutschen nach einer neuen Umfrage mehrheitlich mit Optimismus auf das Jahr 2022. In einer repräsentativen Studie des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski sagten 53 Prozent der Befragten, dass sie dem kommenden Jahr mit großer Zuversicht entgegensähen. Vor einem Jahr hatten sich 56 Prozent mit Blick auf 2021 so geäußert.

Unter den Ostdeutschen ist der Optimismus geringer verbreitet, wie aus den Umfrageergebnissen weiter hervorgeht. Nur 50 Prozent erwarten bessere Zeiten, gegen 54 Prozent bei den Westdeutschen. Und nicht alle Ostdeutschen trauen ihrem eigenen Optimismus: Lediglich 43 Prozent von ihnen stimmten der Aussage zu, dass das kommende Jahr besser als das zu Ende gehende werde. Bei den Westdeutschen teilen 57 Prozent diese Ansicht.

Auch hinsichtlich der neuen Bundesregierung sind die Erwartungen der Ostdeutschen deutlich geringer als die der Westdeutschen. «Ich setze große Hoffnungen auf die neue Regierung» - dieser Aussage wollten nur 39 Prozent der Menschen in den östlichen Bundesländern zustimmen. Im Westen Deutschland glauben 55 Prozent, dass die neue Regierung unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) Positives bewirken wird. Die Umfrage führte Opaschowski Mitte November in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos durch.

(dpa)

Handel befürchtet weiteren Schlag für Innenstädte durch Omikron

08:25
26.12.2021
Der Handelsverband Deutschland (HDE) befürchtet, dass die Ausbreitung der besonders ansteckenden Corona-Variante Omikron dem Einzelhandel in den deutschen Innenstädten noch einmal einen Schlag versetzen wird. «Wenn die Inzidenzzahlen in die Höhe schnellen, werden wahrscheinlich wieder weniger Menschen in die Innenstädte kommen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) Stefan Genth der Deutschen Presse-Agentur. Auch viele Geimpfte und Genesene, die eigentlich shoppen gehen könnten, würde sich den Weg in die Fußgängerzonen dann wohl zwei Mal überlegen.

Genth warnte dennoch nachdrücklich vor einem neuen Lockdown im Einzelhandel zur Bekämpfung der Pandemie: «Zu sagen, wir schließen jetzt mal die Läden und damit haben wir Omikron im Griff, das wäre absolut falsch.» Die Hygienekonzepte des Handels und die Maskenpflicht beim Einkauf böten weiterhin sehr guten Schutz vor einer Ansteckung. Genth verwies darauf, dass bei einer Trendumfrage des HDE rund 50 Prozent der befragten Nicht-Lebensmittelhändler angegeben hätten, dass sie ihre Existenz schon durch die Fortdauer der geltenden Zugangsbeschränkungen gefährdet sähen. Die Einführung von 2G habe im betroffenen Handel im Schnitt zu einem Rückgang der Besucherzahlen um über 40 Prozent und zu einem Drittel weniger Umsatz geführt.

Schon heute stünden immer mehr Läden leer. «Gerade der mittelständische Einzelhandel stirbt leise. Da wird keine Insolvenz angemeldet, sondern das Unternehmen wird einfach abgewickelt», sagte Genth. «Jeder sieht, dass in seiner eigenen Stadt auf einmal Läden verschwinden. Die Lücken wieder zu schließen, wird schwer werden.»

Mit Blick auf die Tage nach Weihnachten zeigte sich der Branchenkenner aber gedämpft optimistisch. «Wir hoffen, dass die Menschen Gutscheine und Geldgeschenke in die Läden tragen und gehen schon davon aus, dass die Besucherzahlen in den Innenstädten ganz ordentlich sein werden. Aber vom Vorkrisenniveau etwa im Jahr 2019 wird das wohl weit entfernt sein.».

Mit gemischten Gefühlen sieht Genth auch auf das Jahr 2022. Niemand könne sagen, wie sich die Corona-Krise weiterentwickeln werde, sagte er. Da sei eine Prognose kaum möglich. «Aber die Leute wollen sich etwas gönnen. Und es ist oft auch genug Geld da. Deshalb glaube ich schon, dass der Einzelhandel 2022 eine gute Chance hat.»

(dpa)

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