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20211225094041

Ärztevertreterin: Gesundheitsämter in der Pandemie am Limit

07:43
25.12.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland kommen in der Corona-Pandemie mit der Arbeit kaum mehr nach. Das führe auch zu Lücken bei der Kontaktverfolgung, sagte die Bundesvorsitzende der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). «Eine flächendeckende Nachverfolgung findet im Moment fast gar nicht mehr statt.» Mehrere Länder wie Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg hätten die Suche nach Kontaktpersonen sogar komplett ausgesetzt. Man gehe dort davon aus, dass sich die Menschen selbst informierten, was bei einem positiven Testergebnis oder einem Risikokontakt zu tun sei.

Eine Sprecherin der Berliner Gesundheitsverwaltung wies die Aussage Teicherts zurück. «Die Darstellung, dass Berlin zu den Bundesländern gehöre, in denen die Gesundheitsämter keine Kontaktnachverfolgung im Rahmen der Corona-Pandemie mehr gewährleisten, ist nicht korrekt», sagte sie. «Die Berliner Gesundheitsämter leisten die Kontaktnachverfolgung gemäß den Richtlinien des RKI. In acht Gesundheitsämtern ist zudem die Bundeswehr dafür im Einsatz.»

Teichert sagte dem RND weiter, die dauerhaft angespannte Lage in den Gesundheitsämtern verschärfe auch die Personalnot. «Seit Beginn der Pandemie beobachte ich neben der Fluktuation auch eine Flucht des Personals aus den Gesundheitsämtern», sagte Teichert. Daran sei auch eine vergleichsweise schlechte Bezahlung schuld. «Es gibt ein erhebliches Lohngefälle, das die Arbeit im Gesundheitsamt unattraktiv
macht.»

Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen zeigt sich besorgt wegen der fehlenden Kontaktnachverfolgung, gerade mit Blick auf die Omikron-Variante. «Sie kann sich rasant ausbreiten, ohne dass dies
rechtzeitig bemerkt wird», sagte er dem RND. Es sei wichtig, dass Kontaktpersonen informiert würden und sich testen ließen. «Wenn wir nicht frühzeitig bemerken, dass die tatsächlichen Fallzahlen steigen, kann die Politik darauf nicht angemessen reagieren», warnte er.

(dpa)

Lauffener Kirche bietet nach Weihnachtsgottesdienst Impfungen an

07:41
25.12.2021
Mit einer Impfaktion nach dem Weihnachtsgottesdienst will die evangelische Kirchengemeinde in Lauffen am Neckar unentschlossene Gläubige zum besseren Schutz gegen das Coronavirus motivieren. Ein mobiles Impfteam soll nach den Plänen der Kirche am Samstag (11.00 Uhr) bis zu 100 Kirchenbesucherinnen und -besucher immunisieren. «Wir sind selbst sehr gespannt, wie viele kommen werden», sagt Vikar Wolfram Theo Dünkel im Vorfeld. Auf die Idee für das Angebot habe ihn sein Arzt gebracht - beim Boostern. Vor allem vor dem Hintergrund der neu aufgetauchten Virusvariante Omikron kämpft Baden-Württemberg weiter mit einer vergleichsweise geringen Impfquote.

(dpa)

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