Letztes Update:
20211224133630

Kirchenvertreter sprechen in Predigten über Corona-Pandemie

13:37
24.12.2021
Kirchenvertreter haben in ihren Predigten an Heiligabend vielfach auf die Corona-Pandemie Bezug genommen. So sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, viele Menschen fühlten sich auf nie gekannte Weise den täglichen Corona-Zahlen ausgeliefert: «Wie viele Infizierte? Wie viele Erkrankte? Wie viele Tote? Wie viele Intensivbetten? Wie viele Beatmungsgeräte? Wie lautet die Reproduktionszahl – und wie die Inzidenzzahl?» Die Macht der Zahlen lasse viele vor Angst erstarren, so Kurschus. Die christliche Weihnachtsbotschaft laute jedoch, dass man Hoffnung haben dürfe.

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck räumte in seiner Weihnachtsbotschaft ein, dass auch die Kirche derzeit immer weniger Menschen Halt geben könne: «Für viele ist der Glaube heute identisch mit oft nicht mehr verstehbaren, manchmal magischen, manchmal aus fernen Zeiten kommenden Formen von Religionsausübung, die den Menschen unserer Tage nicht mehr entsprechen.» Gerade das Weihnachtsfest eröffne aber einen Zugang zum Glauben: «Das Geschehen im Stall zu Bethlehem macht Mut, sich in unsicheren Zeiten an den Gott zu halten, der sich in Jesus so menschlich offenbart», sagte der Essener Bischof.

(dpa)

Weihnachten im Heiligen Land - wegen Corona fehlen Touristen

13:37
24.12.2021
Im Heiligen Land haben am Freitag die traditionellen Weihnachtsfeierlichkeiten begonnen. In Bethlehem im Westjordanland traf am Nachmittag bei kaltem Wetter die Weihnachtsprozession ein. Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, wurde von zahlreichen einheimischen Besuchern und religiösen Würdenträgern auf dem Krippenplatz vor der Grabeskirche begrüßt. Der in ein pinkfarbenes Gewand gekleidete Patriarch war mittags in Jerusalem mit einem Wagenkonvoi aufgebrochen. Pfadfinder marschierten vor seiner Ankunft zu Trommelmusik durch die Straßen Bethlehems. Viele von ihnen spielten Trompete oder Dudelsack.

Zum zweiten Mal in Folge finden die Feiern unter Corona-Einschränkungen statt. Um die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus einzudämmen, hatte Israel zu Monatsbeginn wieder die Grenzen für Ausländer geschlossen. Deshalb finden die Weihnachtsfeiern auch in diesem Jahr ohne Touristen und Pilger statt.

Auf dem Krippenplatz in Bethlehem steht ein riesiger, geschmückter Christbaum mit einem Stern an der Spitze. Pizzaballa sollte später in dem Ort im Westjordanland, der als Geburtsort Jesu verehrt wird, die Mitternachtsmesse zelebrieren. In seiner Weihnachtsbotschaft hat Pizzaballa sich direkt an die Pilger aus aller Welt gewandt. «Wir warten auf Euch», sagte er. «Wir wissen, dass es jetzt noch nicht möglich ist, aber wir wissen auch, dass der Weg bald wieder offen sein wird. Wir bereiten alles vor, damit ihr die beste Erfahrung des Heiligen Landes haben könnt.»

Von rund fünf Millionen Palästinensern im Westjordanland und Gazastreifen sind nur etwa ein Prozent Christen. Nach jüngsten Angaben des israelischen Statistikbüros leben in Israel rund 182 000 arabische Christen. Dies seien 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Israel hat insgesamt rund 9,4 Millionen Einwohner, etwa drei Viertel davon Juden.

(dpa)

US-Airlines streichen wegen Omikron zahlreiche Flüge an Weihnachten

12:49
24.12.2021
Wegen der neuen Corona-Variante Omikron haben mehrere US-Airlines Berichten zufolge zahlreiche Flüge an Weihnachten gestrichen. Besatzungsmitglieder hätten sich krank gemeldet, zitierten US-Medien ein Statement der Fluggesellschaft United. Die Webseite Flight Aware zählte für Freitag fast 170 gestrichene United-Flüge. «Wir schauen jetzt von Tag zu Tag», so United-Sprecher Joshua Freed demnach. Es könne sein, dass am Samstag noch einige Flüge gestrichen würden. Auch die Airlines Delta und JetBlue strichen Dutzende Flüge an Heiligabend. Die Omikron-Variante ist in den USA mittlerweile dominant. Die Corona-Fallzahlen waren zuletzt in die Höhe geschnellt.

Auch die Lufthansa hatte kurz vor Weihnachten Interkontinentalflüge gestrichen, weil sich so viele Piloten krankgemeldet hatten. Betroffen seien vom 23. bis 26. Dezember vor allem Verbindungen über den Nordatlantik etwa nach Boston, Houston und Washington, hatte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag gesagt. In diesem Verkehrsgebiet könnten die Passagiere am leichtesten umgebucht werden. Auch ein Hin- und Rückflug nach Japan wurde abgesagt. «Wir haben mit einem sehr großen Puffer geplant. Der reicht aber für die extrem hohe Krankenquote nicht aus», sagte der Sprecher. Über einen Zusammenhang mit der Omikron wolle er nicht spekulieren, da Lufthansa nicht über die Art der Erkrankungen informiert werde.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden