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Dreyer: Zehn Millionen Ungeimpfte sind ein zu großes Risiko

12:01
24.12.2021
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer geht davon aus, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht, das Angebot eines weiteren Vakzins (Novavax) sowie Appelle die Impfquote noch deutlich steigern werden. «Zehn Millionen ungeimpfte Menschen in Deutschland, das ist einfach ein zu großes Risiko für die gesamte Gesellschaft», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Omikron ist unglaublich ansteckend. Nach Aussagen der Wissenschaft kann man dem Virus kaum entgehen.» Dreyer appellierte an Impfskeptiker, sich auch mit dem Blick auf die Gemeinschaft noch einmal intensiv mit der Frage auseinander zu setzen.

Die Corona-Zahlen in Deutschland waren zwar zuletzt gesunken. Experten befürchten wegen der ansteckenderen Omikron-Variante aber eine baldige Trendumkehr. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einer großen Welle zum Jahreswechsel.

«Die Herausforderungen sind schon riesig. Wir haben jetzt eine ganz starke Polarisierung», sagte Dreyer mit Blick auf die bundesweit stark zunehmenden Proteste und Versammlungen gegen Corona-Regeln. «Das Schlimme ist, dass eine Minderheit von Menschen, die nicht nur eine andere Meinung haben, sondern radikal und auch gewaltbereit unterwegs sind, die Mehrheit einschüchtern und verunsichern will.» Sie appellierte an Impfskeptiker und Menschen, die mit den Corona-Beschränkungen nicht einverstanden sind: «Man kann anderer Meinung sein, kann das auch äußern, aber man sollte nicht mit Rechtsradikalen mitlaufen, um gegen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.» Die SPD-Politikerin forderte: «Von dieser radikalen Minderheit, die keine Hemmungen mehr haben, auch nicht, gewalttätig zu sein, muss man sich bei allen unterschiedlichen Meinungen, die es in der Gesellschaft gibt, distanzieren.»

(dpa)

Lauterbach dankt Beschäftigten im Gesundheitswesen in Videobotschaft

11:06
24.12.2021
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat unmittelbar vor Heiligabend allen Beschäftigten im Gesundheitswesen für ihre Arbeit gedankt. «Nun ist es schon das zweite Weihnachten in der Pandemie. Wir hatten es uns gewünscht, ja, wir hatten es uns erhofft, dass es anders verlaufen würde. Es ist aber nicht so gekommen», sagte der SPD-Politiker in einer am Freitag veröffentlichten Videobotschaft, in der er sich direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wendet. «So dramatisch wie die Situation letztes Jahr in den Pflegeeinrichtungen insbesondere gewesen ist, so hatten wir doch die Hoffnung, dass über die Impfkampagne im Laufe des Jahres wir aus der Pandemie herauskommen könnten. Leider ist das nicht eingetreten.» Die Impflücken seien immer noch viel zu groß.

Die andauernde Pandemie bedeute leider auch eine andauernde Belastung für die Beschäftigten im Gesundheitswesen, etwa im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung oder im Gesundheitsamt. «Ich weiß ganz genau, wie schwer Ihre Arbeit ist, und ich weiß auch, was Ihnen gebührt: mehr als das, was wir derzeit bieten können», sagte Lauterbach in Richtung der Beschäftigten. «Ich möchte Ihnen ausdrücklich persönlich ganz herzlich für die geleistete Arbeit danken. Ohne diese Arbeit könnten wir diese Herausforderung nicht bewältigen.» Lauterbach betonte: «Wir stecken tief in Ihrer Schuld.» Die außerordentlichen Arbeitsbelastungen würden von ihm wahrgenommen. «Ich werde alles tun, was ich kann, Ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern», kündigte der Minister an.

(dpa)

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